Freitag, 26. Dezember 2014

Es weihnachtete sehr

und ich bin wieder on!

HO-HO-HO

Die Tage der Abstinenz waren hart.
Nicht nur weil ich nicht ins Netz konnte - so ein Umzug ist ein Kraftakt.

Wir haben es geschafft und wohnen nun in der Sturmstrasse 91 im dritten Stock.
Na gut... "wohnen" ist vielleicht noch ein wenig übertrieben....

Wir haben uns um gut 120 qm verkleinert.
Ich sach Euch: monatelang haben wir Zeug aus diesem kleinen Haus geschleppt und es ist trotzdem immer noch was drin.
Ein Schrecken ohne Ende.
Jedesmal wenn ich eine Tür öffne, werde ich vom Schlag getroffen.
Sachen tauchen auf, von denen ich nicht mal wußte, dass ich sie hatte.

Dritter Stock ist natürlich keine Freude, wenn man keinen Fahrstuhl hat.
Ich rede mir aber ein, ich lebe nun in einem Penthouse.
Ist schliesslich die Endetage.... hier pfeift der Wind ganz schön um die Ecke.

Und es regnet ins Bad rein.
Nicht nur durch das undichte Fenster, sondern auch durch die Lüftung in der Decke.
Die Lüftung ist dummerweise direkt überm Klo... da kriegt man einen ganz schönen Schrecken, wenn es einem kalt auf die Schulter tropft.

Einen Kühlschrank haben wir noch nicht.
Wir haben eine Styroporkiste auf dem Balkon.
Die Kiste ist in dieser Nacht zugefroren.
War ein ganz schöner Akt, die Milch für den Kaffee da raus zu holen.

Ich mag nicht so gern auf den Balkon gehen, weil er ein Loch im Boden hat.
Nicht richtig dramatisch, aber schon beunruhigend.

Herr Hütchen hat einen Geschirrspüler ersteigert.
Auf den freu ich mich.
Er steht noch im Hütchenweg.

Wie auch noch der eine oder andere Umzugskarton.
Herr Hütchen hat als allererstes die 24 Bände Brockhaus eingepackt.
Ich war leicht angesäuert, weil die Bücherreihe gern irgendwo hätte verlustig gehen können.
Aber wegen meiner legendären Harmoniebedürftigkeit habe ich mal nichts dazu gesagt.

Die Umzugsleute haben super gearbeitet und sich wirklich halbtot geschleppt.
Hilfe brauchten sie beim Aufbau des alten, kleinen Kleiderschrankes.
Ist auch schwierig Türen richtig herum einzubauen....
Beim Bett hätte ich die Herren auch unterstützen sollen.
Als Herr Hütchen sein Haupt ermattet neben mir niederlegen wollte, ist das Bett zusammengebrochen.

Ich fand das natürlich zum Brüllen komisch - Herr Hütchen weniger.

Unser Bett hatte mal - vor ewigen Zeiten - so einen kleinen Stützpfeiler zur Stabilisierung der Mitte.
Das Ding ist aber nach zwei Wochen oder so weggeknickt.
Seitdem haben wir Ziegelsteine unter dem Bett.
Diese Ziegelsteine haben die Herren Umzügler im Haus vergessen.
Jetzt haben wir einen Teil des Brockhauses unterm Bett und ich weiß nun auch, warum Herr Hütchen den als allererstes eingepackt hat....

Die Jungs finden es ganz gut hier in der Wohnung.
Prinz Schlau meinte gleich am ersten Abend:
"Cool! Nur einmal rufen und Mama ist da.... "

Fröhlich mag sein Zimmer und die Bäume, die sich vor seinem Fenster im Wind wiegen.
Er zählt jeden Abend die Raben, die in den Zweigen wackeln.

Unseren Adventskranz haben wir am Tag vor Heilig Abend hier herauf geschleppt.
Wenn man so richtig wütend auf jemanden ist, dann kommt man irrsinnig schnell hier oben an
- egal, was man gerade trägt.

Das Weihnachtsfest haben wir in gemütlicher Runde bei meiner Schwester verbracht.
Den ersten Feiertag kuschelig auf dem Sofa mit Harry Potter verdaddelt.
Heute gehts wieder ins Haus, um die Reste zu sortieren.
Ich schwöre hoch und heilig, dass ich niemals nie wieder so viel Krempel ansammle.
Kann ich hier auch gar nicht, weil alles winzig ist.
Einen Karton mit Küchenutensilien musste ich schon wieder packen, es passt einfach nicht alles in diese grausame Küche.

Macht aber alles nix.
Nach den Feiertagen reichen wir die Baupläne ein.
Und dann werde ich jeden Tag einen Strich in eine der maroden Wände kratzen.

Lieben Dank für die lieben Weihnachtswünsche, die uns per Mail, Telefon, Whatsapp und auch hier erreicht haben.
Ich hoffe, Ihr hattet es schön, besinnlich und fröhlich.
Natürlich werde ich die Tage bei Euch reinschauen und auch mal wieder kommentieren.
Über das Handy war es so mühselig, was zu schreiben, das dann sowieso im WWW verschwand.

Leider muss ich jetzt in die merkwürdige Dusche klettern.
Der Rand der "Duschtasse" ist höher als bei einer Badewanne und wir haben noch keinen Seifenhalter... das schlüpfrige kleine Scheißerchen glitscht mir immer durch die Finger und beim Aufheben bleibe ich mit meinem Hintern an der Mischbatterie hängen.... Der ist dann entweder schockgefrostet oder überbrüht.

Habt einen schönen Tag
vany

Dienstag, 2. Dezember 2014

das Loch des Grauens

Natürlich haben sich alle der merkwürdigen Öffnung nur vorsichtig genähert.


Niemand wußte, ob der Boden herum ihn trägt oder ob die Erde aufbrechen und den Bagger samt Fahrer verschlingen würde.
Die Nerven vibrierten, die Knie waren weich.
Welch übles Geheimnis mag sich im Erdreich verbergen?
Warum hat sich jemand die Mühe gemacht, direkt neben dem Wohnhaus eine solche Kammer anzulegen?
Die Headlines diverser Tageszeitungen schießen mir durch den Kopf.
War Familie Ratte noch grausamer als ich es mir ausgemalt hatte?
Vor meinem geistigen Auge tauchte das Bild des Rattenmannes auf, wie er ächzend und stöhnend einen schweren Leib durch den zauberhaften Vorgarten schleift......
Wir beugten uns sachte vor.
Jeder wollte einen Blick ins Dunkel werfen und dann....
es war ..... nichts zu sehen.
Der Alte lag nicht drin.
Es war wohl eine Art Zisterne, um das Regenwasser aufzufangen.

Wir haben ziemlich große Findlinge auf dem Grundstück.
Herr Hütchen meinte, die gehören dem Abrißunternehmer.
Erst war ich etwas traurig, habe dann aber überlegt, was ich denn mit den Riesendingern überhaupt machen würde. Mir fiel nichts ein.

Und dann kommt Herr Hütchen und erzählt mir, dass der Herr Hausvernichter die gar nicht haben will, weil er  eine gigantische Grube voll mit Steinen hat.
"Der ist schon steinreich", kicherte der Baggerfahrer.

Jetzt hab ich die Monstersteine im Garten liegen......... für immer.

......

Hanni und ich waren wieder Flohmarkt.
Ich sach Euch, es war so sauarschkalt.
Das ging gar nicht.
Hanni hatte Wundertüten dabei.
Irgendwann holt sie die kleinen Plastiktütchen aus ihrer Manteltasche.
Und zieht sich die Schuhe aus.
Dann noch die Socken.
Mein erster Gedanke:
Das muss ja n Hammerzeug sein, wenn einem davon so warm wird,
dass man nur mit Nylonstrümpfchen auf einem Parkplatz bei Frost stehen kann.

Es waren aber keine bewußtseinserweiternden Substanzen drin.

Sondern Zehenwärmer.
Die klebt man sich unter die Füße und dann wird es muckelig!
Natürlich muss man die Schuhe und Strümpfe wieder anziehen.

Ich muss heute dringend in die Drogerie und mir die Teile besorgen.
Die Teile sind großartig.

Allerdings reichten nur warme Füße nicht.
Wir haben uns die Hände an frischgebackenen Crepes gewärmt.

Während ich wie ein Waldschrat in Herrn Hütchens altem Mantel herumschlurfte, hat sich Hanni einen alten Wickelrock um die Hüften geschlungen und noch eine
dicke Jacke ihres Ältesten übergeworfen.

Wir waren eine ächte Show.
Die Käufer auch.

Die Qualitätskontrollen für 5-Euro-Jacken durch ebenjene sind höchst aufwendig.
Eine Jacke wird gedreht, gewendet, die Nähte überprüft, gegen das Licht gehalten und derart skeptisch beäugt, dass ich versucht bin zu rufen: "Häng weg den Mist!"

"Jakke hatt Lock", stellt eine der beiden Interessentinnen fest.
"Ja, ist Nahaht daaa!", nickt die Andere.

" Stimmt", sag ich lächelnd, " deshalb kostet sie nicht 20 sondern nur 5."

"Teuer!" kommt unisono zurück.
Sie hängen Jakke wieder wek.

Um fünf Minuten später mit einem Mädchen und einem Jungen um die 1,95m wieder zu kommen.
Zu viert betrachten sie die Jacke.
Die Jacke wird gedreht, gewendet, die Nähte überprüft, gegen das Licht gehalten und skeptisch beäugt.

" Zwei Euro!", ruft mir die eine zu.
Ich schüttel den Kopf.

Die Qualitätskontrolle geht weiter. Die Ärmel werden hochgekrempelt.

"Drei Euro!", ruft sie mir zu.
Ich schüttel den Kopf und will eigentlich schon hingehen und ihr die Jacke wegnehmen.

Der lange Kerl fängt an zu zetern.
Eine ältere Frau gesellt sich dazu. Nun stehen die zu fünft an meinem Kleiderständer.
Die Jacke wird gedreht, gewendet, die Nähte überprüft, gegen das Licht gehalten und skeptisch beäugt.

"Wieviel?" fragt sie mich überflüssigerweise.

Ich halte fünf Finger hoch. Sie kommt zu mir, zahlt und der Lange freut sich,
nimmt die Jacke und stopft sie in eine große Tasche.

Dummerweise ist ihnen bei der ganzen Kontrolle entgangen, dass es eine Kinderjacke in Größe 152 ist.
Wie schade. Die Ärmel sind zwar heil, aber wohl etwas zu kurz......

...........

Ich habe es tatsächlich geschafft noch einen Adventskalender mit 76 Päckchen zu bestücken und aufzuhängen. Quatsch! Auch ich pack nur 24 x 3..... 72!  OmG..... ich bin Buchhalterin....

Leider ist mir der Adventskranz durchgerutscht.
Den muss ich jetzt noch machen..... vielleicht wird es ja dann etwas gemütlicher bei Hütchens.

Habt einen schönen Abend,
vany

Samstag, 29. November 2014

wo fang ich an....?

keine Sorge.
Das wird kein Abschiedspost....ich finde mich bei Instagram nicht zurecht.....
muss am Alter liegen, oder so.

Anfang November fanden die Lernentwicklungsgespräche statt.
Da besprechen die Schüler mit den Lehrern wie sie sich verbessern können.
Herr Hütchen hat mich und Fröhlich dorthin gebracht und wollte uns nach einem kurzen Kundenbesuch wieder an der Schule einsammeln.

Das Gespräch hätten wir uns komplett sparen können, weil Fröhlich einfach alles gut macht.
Ich hätte nicht gedacht, dass ich sowas jemals über einen meiner Söhne schreiben würde....
Wir mussten einen Zettel mit "Weiter so" unterschreiben.

Die Mathe-Lehrerin liess ausrichten:
"Wenn Fröhlich erstmal begriffen hat, wie es geht, dann gibt es kein Halten mehr!"

Ja, ich bin stolz auf meinen Kleinen.

Denkbar kurz fiel demnach unser Aufenthalt im Schulgebäude aus.
Ich schickte Herrn Hütchen eine Nachricht, er möge sich beeilen, denn wir würden schon auf der Straße stehen.

Kurz darauf klingelt mein Mobiltelefon.
"Ihr müßt Euch ein Taxi nehmen. Mir ist gerade eine Frau gegen das Auto gelaufen."
Na, toll.
Der jungen Frau ist fast nichts passiert.
Dort ist eine 20er Zone, sie hat sich nur den Ellenbogen geprellt.
Ist schon eine Leistung in ein beinahe stehendes Fahrzeug zu laufen.....
Außenspiegel kaputt, Stoßstange auch. Geschätzter Schaden: 3000,-- Euronen.
Und das Beste: Bei "Personenschäden" bekommt man angeblich immer eine Teilschuld.
Du setzt Dich ins Auto und bist eigentlich schon schuldig....


Zur Auflockerung meines Berichts zeige ich Euch den Bagger, der das alte Haus vernichtet.


 
 
Herr Hütchen war natürlich völlig fertig.
 
Einige Tage später sitzt Herr Hütchen in der Küche.
Ich wusel so durchs Haus.
Kurz vorm Umzug hat man ja ziemlich viel an den Hacken.
Wie ich in die Küche komme, um meinem Mann einen Kuss auf die kahle Stelle am Kopf zu drücken, kriege ich einen nassen Fuß!
 
"Iiiihhhh, was ist denn das?", ruf ich aus.
 
"Häh? Was schreist Du hier so rum?"
 
"Kuck doch - daaaa", ich zeige auf den Boden, "alles nass!!!"
 
Es hat den Geschirrspüler dahingerafft.
Hätte das nicht vier Wochen später passieren können?
Muss das nun auch noch sein?
 
Aber - was ein Herr Hütchen ist, das bestellt die Ersatzteile im weiten Netz, zerrt das Gerät aus dem Einbauschrank und legt sich daneben.
Ich war ja skeptisch.
So oft hat er nicht mal "Scheiße" gebrüllt, als er den Wäschetrockner repariert hat.
Der Waschkeller ist aber auch nicht nur 9qm groß und in jeder Ecke sinnvoll bebaut....
Ich habe mich während der Reparatur versteckt.
Herr Hütchen kann auch im Liegen sehr laut brüllen.
 
Wenn ich ein Foto gemacht hätte, könnte ich jetzt nicht mehr berichten.
Deshalb zeige ich Euch zur Auflockerung des Berichts ein Foto vom Bagger, wie er das alte Haus
vernichtet.



 
 
Herr Hütchen war natürlich völlig fertig.
 
 
Von der nicht so wirklich schönen Wohnung in Hütchenburg am Regionalbahnhof habe ich ja schon erzählt.
Nun waren wir zwischenzeitlich mal da und haben ein wenig ausgemessen, weil wir ja entscheiden müssen, welche Möbel wo hin gestellt werden sollen.
 
Im Schlafzimmer wurde uns die Entscheidung abgenommen.
Der Kleiderschrank darf nicht mit.
Er ist 2,65m hoch.
Die Deckenhöhe pendelt sich bei 2,45m Höhe ein.
Das ist dann doch etwas knapp.
Nun stehen wir da mit unserem Talent.
Der Schrank wandert erstmal in Einzelteilen in den Keller.
Und dann schauen wir mal.
 
Zur Auflockerung dieses wirklich langen Berichts zeige ich das vernichtete Haus.


 
Und plötzlich tat sich ein Loch im Erdboden auf.
Vorne rechts.
Das war vorher nicht da.
 
 
Die Leute, von denen wir das Grundstück gekauft haben, genießen keinen guten Ruf in der Nachbarschaft.
Lange Zeit lebte ein einsamer uralter Mann in dem alten Haus.
Ein Mann, der in den wahrscheinlich weit über 90 Jahren seines Lebens Unmengen an Sachen gesammelt hat.
Sein Sohn, Herr Ratte, hat sich unbeliebt gemacht, weil er diverse Streitigkeiten wegen Nichtigkeiten über Anwälte hat ausfechten lassen.
Hin und wieder hat er wohl auch mal über den Zaun gepöbelt.....
Und sich nie um seinen alten Vater gekümmert.
 
Herr und Frau Ratte wollten das Haus eigentlich sanieren.
Selbst und ganz alleine.
 
Als wir beim Notar waren hat mir Frau Ratte den Haustürschlüssel in die Hand gedrückt und gemeint:
"Da sind noch ein paar Fliesen und neue Fenster im Haus.
Mir ist egal., was Sie damit machen. Aber ich will nicht mehr in das Haus!"
Herr Ratte erzählte gerade in schillernden Farben Herrn Hütchen von seinen Krankheiten....
 
 
Blöde - wie ich nunmal bin - habe ich den Schlüssel genommen.
Sie tat mir so leid.
In ihrem Redeschwall hat sie mir von ihrem durchaus fiesen Rückenleiden berichtet.
 
Als wir in das Haus reinkamen traf uns fast der Schlag.
Dreckige Wäsche, Bücher aus den 70er Jahren mit  Titeln wie "Selbst ist der Mann", " Was Du mit dem Beil alles machen kannst" und so, Werkzeuge, Klopapier und Brennspiritus soweit das Auge reicht.
 
Der Abrißunternehmer war natürlich nicht begeistert.
Für die Entsorgung des ganzen Gerümpels inklusive privaten Papieren mussten wir nochmal blechen.
 
Naiv, wie ich bin, habe ich mich telefonisch an Familie Ratte gewandt und angeboten die Entsorgungskosten zu teilen.
 
Der Kerl hat mir per Mail so frech geantwortet... das gebe ich hier nicht wieder.....
Ich habe dann zurück geschrieben... auch das gebe ich hier nicht wieder....
 
Aber zur Auflockerung zeige ich Euch ein Grundstück ohne Haus mit Bagger:
 


 


Ich denke, Ihr habt nun einen kleinen Überblick über die Unwägbarkeiten im Leben der umziehenden Hütchens bekommen.

Gleich werde ich den örtlichen Supermarkt überfallen, Essen für heute und morgen vorkochen,
nach Hütchenburg fahren, um einige Kartons in die Wohnung zu stellen und mir die Baustelle anzusehen, meine Schwiegereltern zum Kaffee begrüßen, einen Transporter mit meiner Flohmarktware beladen und nebenbei meine triefende Nase liebevoll eincremen.

In den raren Pausen werde ich versuchen bei Euch nachzulesen, was so los ist.

Morgen früh stehen Hanni und ich wieder fröstelnd, aber fröhlich auf einem Flohmarkt herum.


Habt ein schönes Wochenende,
vany

Montag, 17. November 2014

Nervensäge

Man kann richtig was erleben, wenn man ein neues Haus einrichtet.

Herr Hütchen und ich haben sämtliche Küchenbauer der näheren und ferneren Umgebung aufgesucht.
Ich tat mich  unheimlich schwer.
Bei der letzten Küche ging es superschnell.
Rein in Laden, Fronten ausgesucht, fertig.
Also fast.

Die neue Küche ist aber größer als 9 qm.
Da muss ich ja mehr aussuchen.
Und außerdem werde ich nicht jünger und brauche das eine und das andere Gerät in einer rückenfreundlichen Position.
Schränke dürfen nicht  mehr zum Reinkriechen sein.
Da komm ich nämlich nicht mehr unfallfrei raus.
Zudem wollte ich unbedingt glatte, pflegeleichte Oberflächen.
Ich bin es einfach leid, die Ecken mit einem Q-Tip zu putzen.
Hundert Kataloge haben wir eingesammelt.

Als ich mich endlich für einen Küchenbauer entschieden hatte, wurde auch sogleich ein Termin gemacht.
Schon für den nächsten Samstag.
Als wir ankamen, habe ich die Grundrisse auf den Tisch des Betreuers gelegt.
Der Herr Verkäufer war noch nicht zugegen.

In einem Sessel in der Nähe des Tisches saß eine kleine, asiatische Frau mit einem etwas mürrischen Gesicht.
Im Sessel daneben kauerte ein passender Mann.
Beide starrten mich vorwurfsvoll an.

Wie nun der Verkäufer freudig strahlend auf uns zu eilt und mir die Hand entgegen streckt, springt die Kleine auf und rast auf ihn zu.

" Herr Wurm! Ich habe da noch so viele Probleme mit der Küche!
Nichts passt.....", keift sie los.

Herr Wurm blickt entsetzt auf die Frau, fängt sich, packt sie am Arm und versucht sie ausser Hörweite zu zerren.

Ich höre sie noch: " Ich habe Ihnen dreißig Mails geschickt und Sie antworten gar nicht..."

Der passende Mann steht gemächlich auf und schleicht hinter den Beiden her.

Herr Hütchen und ich kucken uns an und überlegen kurz, ob wir wieder gehen.....
aber nö.... das scheint interessant zu werden.. das Gezeter ist nicht zu überhören.

Nach einiger Zeit kommt Herr Wurm zurück.
Sichtlich um Fassung bemüht, fragt er nach, ob wir etwas trinken möchten.

"Was für Probleme hat denn die Dame mit der hier erworbenen Küche?", fragt Herr Hütchen als ein Latte Macchiato vor ihm dampft.

"Das wollen Sie nicht wissen", seufzt Herr Wurm.

"Ach, doch, eigentlich schon....", grinse ich.

Sie hat die Firma mit Mails bombardiert, die Küche mehrfach abgeändert, sich nicht an Termine gehalten... ein Albtraum für jeden Vertriebler.

Ganz so leicht hatte er es mit mir auch nicht.
Ich möchte nämlich zwei verschiedene Griffe haben.
Knöpfe für die Schränke, Muschelgriffe für die Schübe.
Ein Ding der Unmöglichkeit.
Bei sowas geraten die schnell an ihre Grenzen.

Herr Hütchen wird nun das passende in Übersee bestellen.
Mein Fliesenschild muss auch weit reisen.
Das gibt es hier ebenfalls nicht...

Tage später ist Herr Hütchen bei Herrn Tapfer, unserem Ansprechpartner beim Bauträger.
Es gab noch Ergänzungen zum Vertrag, die in zweifacher Ausfertigung im Original vorgelegt werden müssen.

Wie die beiden so beieinander sitzen und sich unterhalten, kommt das Gespräch auf die Baustellenbesichtigungen.
Ich hatte ja schon gesagt, dass ich da täglich auflaufen und mich vom Fortschritt und so überzeugen werde. Über diese Drohung sprachen die Herren.

Herr Tapfer verzieht das Gesicht und sagt:
" Hören Sie mir bloß auf. Wir haben gerade ein Haus fertiggestellt, dass mich den letzten Nerv gekostet hat..... jeden Tag war die Bauherrin da und hat alles mögliche geändert, die Arbeiter beschimpft.... die wollten schon nicht mehr wieder kommen.... täglich fünf Mails - ich war völlig fertig....", klagt er.

Herr Hütchen schaut Herrn Tapfer an.
" Lassen Sie mich raten... eine Asiatin?"

Herrn Tapfer entgleiten die Gesichtszüge.
"Woher wissen Sie das?"

"Die kenne ich.", antwortet Herr Hütchen trocken.

Muhahahahaha!
Hamburg ist ein Dorf.

Habt eine schöne Woche,
vany

Sonntag, 16. November 2014

Hilferuf aus dem Norden

nagut, der Titel ist etwas dramatisch gewählt.... sooooooo schlimm ist es nun doch nicht....


Kommende Woche wird das alte Haus vom Grundstück gerissen.
In letzter Sekunde haben wir die benötigte Genehmigung für die Baustellenzufahrt beantragt und bekommen.
Das war dem Abrißunternehmer irgendwie durchgeflutscht.
Ich weiß nicht, wie Herr Hütchen es hin bekommen hat, dass die Behörde von Donnerstag auf Freitag die Genehmigung erteilt hat.
Er ist ein Held!
Normalerweise brauchen die zwei Wochen.

Das Übergangsquartier wäre auch beinahe ins Wasser gefallen.
Die Kaution war nicht rechtzeitig auf dem Konto des Vermieters.
Keine Kaution = keine Schlüssel....

Die waren aber so locker und haben schon mal die Wohnungsübergabe gemacht und der Schlüssel liegt nun beim Hausmeister.
Den kann Herr Hütchen am Montag holen, weil die Kaution mittlerweile eingegangen ist.

Bei der Wohnungsübergabe habe ich an der Abzugshaube in der Küche gezogen.
Eigentlich nur so.
Die Küche ist megascheußlich und mindestens 15 Jahre alt.
Die Haube verbirgt sich in einem Einbauschrank.

VerbArg sich im Einbauschrank.
Schwupp - fiel das Ding aus der Halterung und nur meine Geistesgenwart hat das Ceranfeld vor der völligen Zerstörung bewahrt.

"Frau Hütchen! Was tun Sie denn da?", rief der Vermieter.

"Ich rette Ihr Ceranfeld. Vielleicht sollten Sie mal über eine neue Abzugshaube nachdenken."

"Ach nein, da kommen neue Halterungen rein. Dann geht das schon", antwortet er.

"Ich kann mir nicht vorstellen, dass es für ein solches Modell noch Ersatzteile gibt...."

Die Wohnung ist mit einem PVC-Boden in Stäbchenparkettoptik ausgelegt.
Es ist grausam.
Ich habe immer die Stimme meiner Oma im Ohr, wenn ich an den Fußboden denke.
"Ach, das ist ja toll, so schön pflegeleicht, kannst Du gut abwischen."

Die Wohnung hat vier entscheidende Vorteile:
Sie hat vier Zimmer.
Sie ist günstig.
Sie liegt direkt am Bahnhof.
Sie hat zwei Kellerräume, weil es mal zwei kleine Wohnungen waren.
Das ist oberklasse, weil wir da so einiges unterstellen können, was wir in nächster Zeit nicht auspacken werden.

Natürlich haben wir dem Vermieter nicht auf die Nase gebunden, dass wir einige Kilometer weiter ein neues Haus bauen werden.
So, wie ich den einschätze, ist ihm das sowieso egal.
Aber wer will schon schlafende Hunde wecken?

Die Kinder haben die Bude noch gar nicht gesehen.
Die kriegen einen Kulturschock und werden herummaulen, wenn sie den Müll aus dem dritten Stock in den Keller bringen müssen - hehehehehe.
Das haben wir ihnen wohlweislich verschwiegen, das mit dem dritten OG.

Nebenbei stellen sich täglich Umzugsunternehmer vor.
Ärgern mich die Versicherungen.
Wollen die Abfallentsorger Geld für nicht erbrachte Leistungen.
Hat der dusselige Makler meinen zweiten Vornamen zu meinem ersten gemacht.

Er hat ihn an den Grundstücksverkäufer gegeben.
Nun schreiben mich alle mit dem zweiten Vornamen an, die der Verkäufer über den Verkauf informiert hat.
Nur die, die vom Notar in Kenntnis gesetzt wurden, nennen mich beim ersten Vornamen.
Dummerweise hat der Makler einen Buchstaben in meinem zweiten Vornamen vergessen.
Also ist das auch noch richtig falsch.
Das Versicherungsunternehmen hat meinen Hinweis auf die Verwechslung total ignoriert.
Mal sehen, ob der Abfallentsorger ein Einsehen hat.....

Von meiner neuen Küche und der Begegnung mit einer kampfbereiten Frau asiatischer Herkunft berichte ich das nächste Mal.

Ich wünsche Euch einen schönen, gemütlichen Sonntag,
vany

Dienstag, 28. Oktober 2014

ich war fürchterlich

fürchterlich krank.... so richtig mit im Bett rumliegen und so.
Ich bin immer noch nicht wieder ganz auf der Höhe.

Deshalb nur ein kleines Zwischendingens, weil mich das zeitlich doch ein bißchen zurück geworfen hat.
Bis zum 31.12. gehen wir aus dem Haus raus.
Wenn ich mich hier so umschaue, kann ich mir das beim besten Willen nicht vorstellen.
Es geht alles so langsam....

Habt ein paar schöne Tage,
sobald ich Land sehe, komme ich bei Euch vorbei und erfreue Euch mit meinen Kommentaren.
vany

Sonntag, 5. Oktober 2014

Bauchgefühl

schon wieder ein Posttitel mit "B"
Das werden wohl noch mehr werden.... Bau, Bauherr, Baustelle, Bauarbeiter, Bauträger, Bauamt, Bauleiter.......
.....

Gestern waren wir zur Vorbemusterung.

Bei der Bemusterung legt der Bauherr fest, wie seine Immobilie ausgestattet werden soll.
Es gibt Standardklos und Standardtüren und Standardböden und so.
Beim Standard könnte man leider auch in den nächsten Baumarkt laufen und sich dort eindecken.

Gestern haben wir also vorneweg geschaut, was bei uns so alles vom Standard abweicht.
Bevor wir den Vertrag mit dem Bauträger unterschreiben, wollen wir wissen, was uns tatsächlich an Sonderkosten erwartet.

Das wird nicht wenig sein, weil ich schon bei den Steckdosen angefangen habe zu meckern.
Da bin ich allerdings nicht mal bei den Sonderausstattungen fündig geworden.
Bei der Haustür auch nicht...... und den Fensterbänken auch nicht.

Jedenfalls kann man sich das so vorstellen, als würde man ein Auto ausstatten.

Dummerweise weiß man vorher nicht, wieviel ein Standardklo kosten würde und auch nicht, was man für eine andere Schüssel hinlegen müsste.

Wir liefen sozusagen preisblind durch die Austellungsräume und haben uns Teile ausgesucht.

Nun warten wir gespannt, wie teuer das Haus mit den paar Kleinigkeiten werden wird.

Jedem, der ein Haus bauen möchte, würde ich empfehlen VOR Unterschrift zu schauen, was da an Sonderkosten auf ihn zu kommt. Normalerweise unterschreiben die Bauherren erst und sehen sich dann die Bemusterungsausstellung an.

Unser Berater, Herr Tapfer, hatte im Vorwege nämlich nur vage gesagt, dass es Bauherren gibt, die gehen mit 5000,- € Mehrkosten aus der Bemusterung, aber auch welche, die gehen mit 50.000,-- €
raus.
Null Euro gibt es wohl gar nicht.....


Außerdem haben wir noch zwei Wände verschoben.
Da bin ich mir sicher, dass es nun richtig gut passt.
Das Schlafzimmer ist jetzt etwas kleiner. Das macht aber nichts, weil ich einen auf
Luxushuhn machen kann - es wir ein Ankleidezimmer geben. Jawoll.
Herr Tapfer hat uns ein schönes Haus geplant und gut zugehört.

Er heißt natürlich Herr "Tapfer", weil er seine Tapferkeit im Umgang mit mir unter Beweis gestellt hat.
Ich habe ihm versprochen, dass ich alle Beteiligten anonymisiere.
Nach Unterschrift nenne ich Euch selbstredend den Bauträger.
Die finden das gut, weil sie auf Werbung hoffen..... wie naiv.... bei meinem Koddermaul....
vielleicht hätte hier vorher mal einer lesen sollen....

Ab kommender Woche werde ich Herrn Hütchen durch sämtliche Küchenausstellungen der Stadt schleifen - das wird ein Riesenspaß!
Für mich.

So ganz nebenbei haben wir auch eine Übergangswohnung gefunden.
Hoffen wir mal, dass die noch nicht wegvermietet ist.....
Wir müssen da zwar im Wohnzimmer schlafen, aber es ist besser als in einem Wohnwagen den Winter zu verbringen.
Wir können zu Fuß zur Baustelle laufen und uns gleich an die Umgebung gewöhnen.

Heute werde ich meinen Dekokeller in Angriff nehmen.
Anfang November stehe ich mal wieder auf einem Flohmarkt herum und versuche reich zu werden.
Ich muss also vor- und aussortieren.

Habt einen schönen Sonntag,
vany

Freitag, 26. September 2014

Bauwahn und Befruchtungsprämie

Die Zeitung zu lesen, macht mich immer etwas traurig und wütend.

Der Herr Bürgermeister hat mal wieder gezeigt, dass er zu Recht im Erdloch sitzt.

"Wir haben noch Platz", hat er gesagt.

Ich finde es ja schon anmaßend, dass ein Zugereister aus Osnabrück "Wir" sagt.... aber lassen wir das.

100.000 Wohnungen sollen in den kommenden zehn Jahren gebaut werden.

Es gibt aber nur zwei Sorten von Wohnungen, die gebaut werden: Luxus und Sozial.

Genau so soll wohl auch Hamburg aufgeteilt werden.

Unbezahlbarer Wohnraum in den innenstadtnahen Stadtteilen, sozialer Wohnungsbau in den Teilen drumherum.

Ob sich ein Hafencitiy-Bewohner, der rund 10.000 Euro für den Quadratmeter seiner Räumlichkeiten gezahlt hat, in fünf Jahren noch aus seinem Bereich der Stadt herauswagt, ist zumindest fraglich.
Denn er muss an den ganzen Leuten vorbei, die sich im Ring um ihn  gruppieren.
Und das werden keine Mittelschichtler sein.
Die bilden den nächsten Ring um die dann auf zwei Millionen Menschen angewachsene Stadt.

Es ist tatsächlich so, dass Stadtteile wie Rahlstedt Leerstände melden, während  es in Richtung Alster und Elbe ein Preistreiben sondergleichen gibt.

Der Herr Bürgermeister ist begeistert und ruft aus: "Dann müssen wir in die Höhe wachsen!"

Ganz nebenbei drehen auch die Hamburger Eltern ab.

Es gibt jetzt 5 Stunden-Kita-Krippen-was-weiß-denn-ich-wie-die-Verwahranstalten-alle-heißen auf lau.
Also für UMSONST. Einfach so.

Da sitzen die gestopften Scheisserchen von Eltern doch glatt da und rufen nach mehr Qualität in besagten Anstalten.... die kriegen Elterngeld, Elternzeit, Eltern-irgendwas und bekommen den Hals nicht voll.

Ich sach Euch das, als nächstes fordern die noch einen Tausender auf die Kralle, auszuhändigen mit dem Mutterpass.

Als Befruchtungsprämie.

Ich weiß nicht.
Wir mussten uns zusammenreissen, sparen und auch mal verzichten.
Aber jetzt sehe ich nur noch Wochenendeltern, die ihre Kinder auf höchstem Niveau zu bespassen wünschen.
Die "frühkindliche" Bildung sollen verdammt nochmal die supermegaqualifizierten Pädagogen in den Krippen übernehmen.
Für ohne Geld.

Hallo? Ein Kind braucht erstmal BiNdung, dann BiLdung und Erziehung.

Eingebildetes Pack, rennen auch noch auf die Straße, schreiben "Brandbriefe" an den Senat, von wegen die Qualität der Bildung und Erziehung ist nicht nach ihrem Gusto.

Und das alles nur, weil es ihnen gelungen ist, ein Kind in die Welt zu setzen.
Natürlich soll das ganze Leben ohne finanzielle Einbußen und bitte ohne Karriereknick weiter laufen.
Was kann denn eine Frau dafür, dass sie eine Gebärmutter hat..... *augenverdreh*

Das erste Wort hört eine Erzieherin, die ersten Schritte erlebt ein Pädagoge, der erste Löffel der unfallfrei im Mund landet...... Die feiern das bestimmt und schreiben es für die Eltern auf.
Oder noch besser: Sie könnten das mit dem Smartphone filmen und per Mail an die Erzeuger senden.

Mittlerweile gibt es verlässliche Ganztagesschulen, Krippen- und Kita-Plätze ab 5.30 Uhr bis 20 Uhr,
Elterngeld, Elternzeit und ein horrendes Kindergeld.
(Mal nebenbei, bei Schlau haben wir 70,-- DM bekommen, da war das Kindergeld gerade angehoben worden von 50,-- DM.....)
Und diese "Eltern" wollen von alldem NICHTS in die Kinder investieren - NICHTS.

Nicht mal die Nachhilfestunden des Nachwuchses, der unbedingt in der falschen Schulform angemeldet werden muss, wollen die selber tragen.
Nein, stattdessen soll die Schulzeit so angepaßt werden, dass auch ja jedes dieser Kinder in der bilingualen Klasse bis zum Abitur durchgeschleppt werden kann.
Von den Lehrern, versteht sich von selbst, nä?
Denn die Lehrer betreuen die Kinder ja den ganzen Tag in der Schule.
Die sind natürlich auch Schuld und völlig unfähig, wenn das nicht gelingt......

Irgendwas läuft doch da in die falsche Richtung.

Erstaunlicherweise stand in der gleichen Zeitung, dass den 14- bis 34-Jährigen die Familie so richtig wichtig ist.
Die sind ja auch noch in Familien aufgewachsen.
Das haben sie wohl vergessen.

Habt einen schönen Tag, vany

Samstag, 20. September 2014

Er war so widerlich

der alte Methusalem (der greise Makler).
Wie er da saß.
Feist grinsend, beinahe lief ihm ein Sabberfaden von der Hängelippe,
die die gelben Zähne entblößte.
Der braucht dieses Jahr nicht mehr zu arbeiten.
Vor unserer Beurkundung war noch eine mit ihm, bei der er sicherlich noch mehr abzocken konnte.

Sein Glück war ihm so abartig anzusehen, dass ich mich gar nicht konzentrieren konnte.

Es war traumatisch.
Ehrlich, ich habe von dem Ekelzwerg geträumt.....

Ich will das ganz schnell vergessen.

Denn jetzt haben wir das Stück Hütchenburg.
Methusalem hat es immer noch nicht aus dem Netz genommen.
Selbst Schuld, wenn er weiter bepöbelt wird.
Geschieht ihm Recht.
Wahrscheinlich weiß der alte Knacker gar nicht, wie er es aus dem Netz wieder rauskriegt.

Irgendwann werde ich den auf dem Wochenmarkt treffen und dann werde ich ihm sagen, dass ich nur nett zu ihm war, weil ich das Grundstück haben wollte.

.....

Nun geht die Suche weiter.
Für das Übergangshütchenheim.
Irgendwo müssen wir ja noch unterkommen, wie einige von Euch ganz richtig festgestellt haben.
Wir haben noch eine Miniwohnung in Blindheim.
Aber die bewohnen meine Schwiegereltern, wenn sie von ihrer warmen, sonnigen Insel in den kalten Norden reisen.
Die finden das bestimmt nicht witzig.
Außerdem hat die nur zwei Zimmer und Fröhlich nimmt es uns sicherlich übel, wenn er ein Feldbett auf dem Balkon bekommt.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Wohnung weit weg von der Baustelle wäre.
Das geht nicht.
Ich muss den Leuten tagtäglich für mehrere Stunden auf den Geist gehen.
Morgens und nachmittags.
Die Erfahrung lehrt, dass man die nicht allein lassen darf.

Bisher hatten wir nur Kleinkram zu machen.
Aber da haben die mich schon geärgert.

Als wir hier einzogen war es voll hip, gelbe Wände zu haben.
Also habe ich in einem Nebensatz erwähnt, dass die Wände einen Gelbton bekommen sollen.
Als ich am nächsten Tag ins Haus kam, traf mich fast der Schlag.

NEONGELB - ALLE Wände!

Und dann auch noch so schlecht tapeziert, dass die alles wieder runterreissen mussten.
Ich bin hier wie Rumpelstilzchen im Kreis gesprungen.
Insgesamt mussten sie die Raufasertapete im Schlafzimmer dreimal aufbringen.
Danach haben die Herren nichts mehr gemacht ohne mich vorher um Erlaubnis zu bitten.
Beim nächsten Haus sollte ich für solche Angelegenheiten einen vernünftigen Mittelweg finden...

Toll war auch der Typ, der unsere Terrassentreppe in den Garten neu gemacht hat.
Die hatte Frostschäden und musste komplett eingerissen und neu aufgebaut werden.

Ich komme mittags mit meiner Mutter nach Hause und er steht stolz vor seinem Werk.
Meine Mutter fängt an zu lachen.
Ich verfalle in Schnappatmung.
Statt wie vorher acht Stufen hatte die Treppe nur noch sechs.
Das wäre ja nicht soooo schlimm gewesen, aber die oberste Stufe war mindestens dreimal so hoch wie die anderen.

"Nun muss meine Tochter immer im Spagat auf die Terrasse", johlt meine Mutter ausgelassen.

"Wieso?", fragt der Trottel.

"Vielleicht weil Ihnen da ein Missgeschick mit der obersten Stufe passiert ist?", frage ich um Fassung bemüht. "Da waren acht Stufen. Warum sind es nur noch sechs?", bohre ich weiter.

"Das waren niemals acht Stufen. Die Treppe ist genauso wie früher!", antwortet er wütend.

"Nein."

"Das beweisen Sie mir mal!", motzt er mich an.

"Wie bitte?", japst meine Mama lachend.

"Ich habe Fotos " , sage ich drohend.

"Zeigen Sie die doch mal", erwidert er frech grinsend.

Ich hatte wirklich welche.
Und dann stand er da und kratzte sich am Kopf, um Minuten später seinen Chef anzurufen und zu fragen, was er denn nun machen soll.
Der Chef kam, um sich den Schaden anzuschauen und wollte mir allen Ernstes die Treppe als gelungen verkaufen.
Meine Mutter kriegte sich überhaupt nicht mehr ein.
Die lacht noch heute, wenn das Wort Treppe fällt.
Wahrscheinlich weil sie sich immer vorstellt, wie ich die oberste Stufe zu erklimmen versuche....

Letztendlich hat der Chef eine andere Firma beauftragt, die die Treppe fachgerecht wieder herstellte.

Wie gesagt, bisher nur Kleinkram.
Aber ein ganzes Haus wird wohl einiges mehr an Nerven kosten und meine Mama hat noch mehr zu lachen.

Habt einen schönen Tag,
vany

Freitag, 19. September 2014

Glück gehabt

keine Leichen... auch keine Leichenteile.... also kein Flatterband, keine Ermittler....


42 Interessenten stehen auf der Liste des Maklers.
Die warten alle wie die Hyänen darauf, dass wir einen Rückzieher machen.
Oder das Geld nicht aufbringen.

Ist natürlich auch gemein, dass der Makler das Grundstück noch nicht aus dem Netz genommen hat.
Die Leute rufen den an und pöbeln herum.

Damit ist dann ab heute Schluß.

Heute ist der Tag an dem wir unterschreiben.

Kurzzeitig haben wir überlegt, ob wir den Altbau stehen lassen und sanieren.
Geht ja auch schneller, als ein neues Haus zu bauen.
Das Haus ist erstaunlich gut in Schuß.
Aber winzig.
Und irgendwie hat mich der Größenwahn gepackt.
Ich will es groß und modern und keine Dachschrägen mehr.
Keine Kompromisse.

Pläne und so weiter gibt es aber erst nach der nächsten Unterschrift.
Da muss ich sowieso nochmal den Bauträger fragen, ob ich das überhaupt darf.

Hat irgendjemand eine Idee, wo ich britische Underground-Kacheln herbekomme?
Oder eine Zellentür?

Habt einen schönen Tag,
vany

Mittwoch, 17. September 2014

*heul*

Wenn das mal nicht das Ende des Hamburgs ist, so wie wir es kennen und lieben.
 
 
 
 
Das "Fest"zelt passt nicht mal in den Bildausschnitt.

Die haben mehrere Zelte hintereinander montiert.
Niemand kann mehr den direkten Weg über den Platz nehmen.
Die Schlupflöcher sind mit Flatterband zugehängt.
Sieht aus wie ein Tatort.... naja, ist es ja auch irgendwie.

Jeden Tag muss ich da vorbei.
Eigentlich geh ich immer über den Platz.
Ab jetzt nehme ich die Unterführung.

................................

Heute Nachmittag geht es noch mal zum wohl neuen Hütchenfleckchen in Hütchenburg.
Weil da noch ein Altbau drauf steht, wollen wir in den noch mal rein schauen.
Hoffentlich sind da keine Gruseligkeiten drin.

Ich habe nämlich letzte Woche in der Zeitung gelesen, dass eine Familie, die die Garage des verstorbenen Opis ausräumte, in eben jener Garage einen grausigen Fund machte:

FÄSSER MIT LEICHENTEILEN!
Kopf, Torso, Arme, einen Fuß...... weibliche Teile....

Wenn man schon nicht weiß, was die nächsten Verwandten in ihrer Garage aufbewahren, wie sollen wir da einem Fremden vertrauen?


Habt einen mörderisch sonnigen Abend
vany

Sonntag, 14. September 2014

alles muss raus

natürlich nicht alles, aber eine ganze Menge.

Vieles ist schon weg.
Ein gutes Gefühl.

Der antike Schrank, von dem niemand weiß, ob er alt ist oder nicht und der in seiner Schublade nicht mal eine tote Maus beherbergte, ist verkauft.

Er hat noch richtig was vor sich.

Auf unsere Anzeige hin hat sich ein mitteldeutscher Mann gemeldet, der für einen belgischen Zwischenhändler Antikes und Stilmöbeliges sucht, der das wiederum nach China verkauft.
Weil es sich aber nicht lohnt, nur für das eine Teil bis nach Hamburg zu fahren, kommt der Abholdienst (wo der dann wohl herkommt?) erst in etwa zwei Wochen.

Reich sind wir durch den Verkauf irgendwie nicht geworden.
In Deutschland will keiner mehr sowas haben...... kann ich verstehen, ich will ihn ja auch nicht mehr.

Ich habe den Schrank schon weitesgehend ausgeräumt und so überhaupt keine Lust den Krempel da wieder rein zu stellen. Nun stehen hier unsere Gesellschaftsspiele aufgetürmt herum.
Und ein StarWars-Puzzle.

Jedesmal, wenn ich an dem Turm vorbeikomme, denke ich: "Räum das weg!"
Und meine Arme sagen: "Vergiss es, wir heben uns nicht!"

Ich war tatsächlich und wahrhaftig am Überlegen, ob ich an diesem Wochenende superspontan einen Flohmarktstand buche, nur damit ich diese doofen Spiele nicht weg räumen muss.
Einzig der Gedanke, dass ich dann aber den anderen Flohmarktkram aus dem Keller holen muss, damit es sich lohnt, hielt mich davon ab.

Ich bin eine faule Socke. Ohne Schamgefühl.

........

Gestern, als ich vom Einkaufen kam und am Wandsbek-Markt vorbei gefahren bin, traf mich fast der Schlag.
Irgendwie hatte ich gehofft, dass es diesmal spurlos vorüber geht.....

Ich hatte mich ja schon mal über die unerklärliche, jährlich wieder auftauchende Lust der Hamburger, sich als Bayern zu verkleiden, ausgelassen.

Mein ganz persönlicher
OKTOBERSCHRECK!!!
im September ....
das ist scheußlicher als die Tatsache, dass es schon Lebkuchen im Supermarkt gibt.

Soeben musste ich feststellen, dass es schlimmer wird.
Das Zelt, dass die da gerade in ihrem blauweißen Wahn aufstellen, ist gigantisch.
Ich brech zusammen.
Montag ist das bestimmt fertig, dann schenke ich Euch ein Foto.

Das ist irgendwie so, wie mit Unfällen, es graut einen schrecklich, aber man muss hinkucken.....

Habt einen schönen Sonntag,
vany

Mittwoch, 10. September 2014

Marta hat abgenommen.

Definitiv.

Gestern war Elternabend. Nur EINE Stunde lang!
Jawoll.
So hab ich das gern.
Nicht nur, weil das die Möglichkeit eines Strafmandats wegen Falschparkens vor der Schule einschränkt, denn SÄMTLICHE Klassenleitungen haben anscheinend ihren Elternabend auf gestern gelegt und die Lehranstalt ist für ALLE Eltern weit weg.
Sondern weil ich auch pünktlich zum Anfangsakkord von "Mord mit Aussicht" wieder zu Hause war.

Jippi.

An Elternabenden geht es weniger um unsere Kinder als vielmehr um unsere Geldbeutel.
Das war schon immer so und es wird auch immer so bleiben.

Demnächst steht eine kleine Klassenreise an.
Da zwei der begleitenden Lehrkräfte mangels Aufsicht der eigenen Brut nur an drei Tagen reisen wollen, ist sie denkbar kurz.
Nämlich nur drei Tage lang.

Und Marta sagt:

"Bitte geben Sie den Kindern nicht so viel Taschengeld mit. Zehn Euro sollten genügen...."

"Wieviel?", entrüstet sich eine Mutter, "Für drei Tage? Da reichen ja wohl auch fünf!"

Applaus!
Das fand ich großartig. Recht hat sie.

Ein Vater wollte unbedingt, dass sein Sohn das Smartphone mitnehmen darf.
Er hat dafür gekämpft, dass es zumindest während der grausam langen, 50 Minuten dauernden Zugfahrt benutzen darf  und einen fünfminütigen Monolog gehalten.
Marta könnte die Telefone ja dann einsammeln.....

"Nein!", bleibt Marta hart, " Die Handys sind dann nicht versichert und ich will die Verantwortung nicht haben!"

Vati lächelt und seufzt zufrieden: " Aber ich kann sagen, ich habe es versucht...."

Die Kinder sollten eigentlich ja fünf Tage Reise bekommen, aber wegen des obengenannten Grundes ist das so nicht möglich.
Nun machen sie den Montag einen Ausflug zu Hagenbecks Tierpark und am Dienstag einen zum
Freilichtmuseum Kiekeberg.

Beide Ausflugsziele finde ich schön, deshalb habe ich mal die Links eingefügt.

Hagenbeck ist nicht so unbedingt ein Schnäppchen.... aber sie haben ein Walroßbaby.....
so sweet.... * . *

Ja, und Marta hat abgenommen.
Sie ist nicht mehr ganz so quadratisch.
Zudem war sie äußerst bemüht, entspannt und locker rüber zu kommen.

Die leidige Elternvertreterwahl war auch wieder ratzfatz erledigt.
Ich bin jedes Mal bannig erstaunt, wie schnell das bei dieser Klasse geht.
Ich kannte das bisher nur als wahnsinnig zähe Angelegenheit,
bei der alle Eltern geistesabwesend bis dümmlich blickend auf ihren Zettelchen herumkritzelten.

Aus dem Grund habe ich mich dann immer irgendwann geopfert.
"Okay, ich mach den Vertretervertreter, brauchen wir noch einen....."

Das ist überhaupt nicht nötig.
So schnell, wie die HIER schreien, habe ich noch nicht mal versucht, dümmlicher und geistesabwesender als sonst, aus der Wäsche zu kucken.

Bei der nächsten Wahl befürchte ich ein Hauen und Stechen.

"Nein, nicht schon wieder DU, Beate, jetzt will ich mal dran sein!"
"Das kannst Du knicken, Tatjana! Das ist MEIN Job!"
"Träum weiter, Renate - ICH mach das dieses Jahr...."
"Schnauze, Du Kuh!"
"Aufs Maul, oder was?"
"Alder, ich schlach Dir auf Fresse!"

Das wird großartig!

Habt einen schönen Tag,
vany

Donnerstag, 4. September 2014

Es bewegt sich was

Man muss irrwitzig schnell sein, wenn man ein Grundstück haben möchte.

Morgens um zehn Minuten nach sechs habe ich den Makler kontaktiert.
Und ich war nicht mal die Erste!
Aber wir waren die Ersten, die es gesehen haben.

"Wo soll ich unterschreiben?", hat Herr Hütchen gleich gefragt.
Wir waren sofort verliebt.

Mitten in der Nacht danach hat eine Interessentin eine Mail mit einem höheren Gebot geschickt.

Ich war völlig von den Socken.

Die hat sich das Grundstück nicht mal angeschaut!


So weit ist es schon in Hütchenburg, weil Schleswig-Holstein so schrumpft.
Das ist der harte Kampf um die letzten Fleckchen.


Der Makler ist auch wieder ne Schau.
Steinalt und hat schon verquere Vorstellungen, zum Beispiel möchte er, dass seine Courtage mit in den notariellen Kaufvertrag aufgenommen wird.
Der hat sie doch nicht mehr alle - das kann der Notar noch hübsch in seine Gebühren einrechnen.
Je nach Formulierung kann sich auch die Grunderwerbsteuer erhöhen oder der Herr Makler bei Zahlungsverzug einen Titel erwirken und dergleichen mehr.... also Obacht!

Der Kaufvertrag zwischen dem Verkäufer und mir wird beglaubigt und sonst gar nichts.
Das wollte er dann so nicht stehen lassen.

"Nein, Frau Hütchen, ich kenne Sie nicht! Das ist so üblich.... und wenn Sie das nicht wollen, dann müssen Sie mir das Geld bar am Tag der Beurkundung geben. Einen Scheck nehm ich nicht!!!"

Ich wollte mich wegschmeissen und konnte nur japsen: " Wer hat denn noch Schecks?"

Das wird ein Spaß.
Ich renne doch nicht mit einem Geldpaket unter dem Arm zum Notar.....
Womöglich noch einen Koffer am Handgelenk angebunden oder so..

......

Wenn jetzt kein Problem mit dem Boden oder der Entsorgung des Altbestandes auftritt....
Oder Methusalem einen Rappel kriegt und nicht rechzeitig entmündigt werden kann,
dann haben wir endlich unser Plätzchen gefunden.

Das Grundstück ist jedenfalls so groß und hat ein so geniales Baufenster,
dass Herr Hütchen das neue Haus mal eben um einiges weiter aufgeblasen hat.
Wenn man vom Arbeitszimmer in die Küche geht, ist man außer Atem,
wenn man angekommen ist.
Ohne eine Treppe zu benutzen!

Es liegt in einer langen, langen Strasse mit dem schönen Namen Fledermauslied.
Naja, so ähnlich ;-)

Vor dem Grundstück hält ein Bus, der uns zur nächsten U-Bahn fahren kann.

"Moin, Karl-Heinz!", werde ich morgens fröhlich den Busfahrer begrüßen.

Das ist ein bißchen schräg, ich weiß.... also das mit der Bushaltestelle vor der Tür.

..........

Jetzt seid Ihr auf dem neuesten Stand.
Im Moment versinken wir in Papierkram und Plänen.
Wunderbar aufregend.
Am Wochenende wollen wir uns die Bemusterungshalle des Bauträgers anschauen.

Habt einen schönen Tag, vany

Donnerstag, 21. August 2014

Leider alle....

Die Sommerferien sind zu Ende.

Irgendwie geht es dann doch immer ganz schnell mit den sechs Wochen, die sich zu Beginn vor einem auftürmen.
Es war eine herrlich entspannte Zeit.

Mal abgesehen von der drohenden Obdachlosigkeit.

Natürlich haben wir uns wieder einiges angesehen.
Irgendwas stört aber immer. Mal ist es die Lage, dann ist der Garten zu groß oder gar das Haus.
Eines haben wir angesehen.... das war so groß.... ich hatte Sorge, meine Familie ein halbes Jahr nicht zu sehen, wenn wir da einziehen.
Einige Verkäufer haben Preisvorstellungen, die jenseits von Gut und Böse liegen.

"Charmantes Häuschen mit Potenzial" bedeutet eigentlich immer, dass man es einreissen müsste.

"Nur Koffer packen und einziehen" ist so zu verstehen, dass man die Bäder nicht nutzen sollte, sondern den Brunnen im Garten und die Küche "alle elektrischen Geräte" aufweist, die aus den 70er Jahren stammen.

"Mit wenigen Handgriffen wird das Haus wieder zum Einfamilienhaus" ist besonders gern genommen. Aus Gründen haben einige Verkäufer ihre Häuser in zwei Wohnungen geteilt.
Da haben die dann zwei Hauseingänge, mindestens zwei Kellerzugänge, zwei Küchen und - das finde ich wiederum richtig chic - zwei Bäder. Winzige Zimmerchen, die an Zellen erinnern.
Und natürlich sind sie an interessanten Stellen zugemauert.
Von wegen mit wenigen Handgriffen.........

Eine wunderschöne Altbauwohnung haben wir uns angeschaut.
Über zwei Ebenen, riesige Küche, Balkon, Garten zur Mitbenutzung.
Aber leider direkt hinter einer Discothek, die allerlei Gesocks anzieht und wo es in lauen Sommernächten auch mal zu einer Schießerei kommen kann.....

.....

Unser Fröhlich ist gerade fröhlich zum ersten Schultag in der 6. Klasse gehoppst.
Es ist immer wieder erstaunlich, wie frohgemut der kleine Kerl in die Schule geht.
Blödes kann der komplett ausblenden.
Stattdessen ruft er aus:
" Kein LBG mehr! Und alle meine Freunde wieder sehen - ich freu mich!"
LBG = LernBereich Gesellschaft.

Der Schulsenator hat beschlossen, dass auch die Stadtteilschüler nicht mehr in zusammengefassten Fächern unterrichtet werden sollen. NW (Naturwissenschaften) und besagtes LBG ist wieder
in Geographie, Biologie, Physik, Chemie und PGW aufgeteilt.
da bin ich sehr froh drüber.
Mich hat dieses NW ganz wuschig gemacht. Jede Woche ein anderes Thema und ein roter Faden war nicht erkennbar. Mal Pflanzen, mal die Bundesländer, dann wieder der Hund, um wieder abzubiegen zu den Hauptstädten der Erde.....
Und zwischendrin das menschliche Auge.

Allerdings ist das Schulschwimmen auch abgeschafft.
Zumindest für die weiterführenden Schulen.
Was das wohl für die Schwimmhallen in Hamburg bedeutet?
Für mich persönlich ist das ganz angenehm, weil mein Kind nicht mit ungeföhnten Haaren durch den Winter stapft.

Schlau arbeitet ab heute wieder auf einigen Baustellen dieser schönen Stadt und darf völlig legal
Graffitis auf Fassaden aufbringen. Zu seinem Bedauern muss er allerdings auch so blöde Sachen machen, wie Farben schleppen und Fenster abkleben.
Ich glaube, heute müssen sie ein Haus eines Möbelriesen aus dem hohen Norden fertig besprühen.
Sieht lustig aus, wenn die mit ihren Gasmasken auf den Leitern stehen.
Ich frag ihn später mal, ob ich ein Bild einstellen darf.

Habt einen schönen Tag,
vany

Sonntag, 10. August 2014

Staubsaugerbeutel

Wir sind wieder da.
Und haben ganz viele neue Mitbewohner.
Obdachloses Krabbelviehzeugs.
Nicht nur Spinnen auch Grashüpfer und Tierchen, die ich nicht mit Namen kenne.

Hier heißt es nur noch:

"Liebling, hol den Friedhof aus der Kammer!"

Ich sauge nicht nur die Böden, sondern beinahe stündlich die Wände, die Decken, den Eingang....
eigentlich ausnahmslos alles.

Manche Krabbler sind so groß, dass ich die Saugleistung auf allerhöchste Stufe hochdrehen muss, damit die Biester auch in ihrem Grab ankommen.

Wir hatten Traumtage an der Ostsee. Das Wetter war unglaublich gut, beinahe zu heiß.



Hin und wieder waren ziemlich schräge Vögel am Strand.
Bei zwei Damen war ich versucht einen Arzt zu rufen.
Die hatten sich vormittags schon derart die Lampen zugegossen, dass sie nur noch lauthals lachten.
Meinen Unmut bekamen die beiden natürlich mit und es wurde noch schlimmer.
Ich musste mich damit abfinden, dass sie mich für komplett humorlos halten und sich selbstredend das Lachen nicht verbieten lassen. Egal wie laut und wie hysterisch....

Andere wiederum bauten sich kleine Eigenheime aus den Strandkörben und versperrten damit die Sicht aufs Wasser.

Eigentlich nicht dramatisch, aber wegen des auflandigen Windes war die Strömung ziemlich gefährlich und ich wollte Fröhlich im Auge behalten.... ich habe noch nie so viel herumgestanden, wie in diesem Urlaub. Sieht aus als hätte sich eine Großfamilie dort eingenistet - war aber nicht so.
Sie waren zu dritt, konnten aber keinen weiteren Korb buchen, weil alle belegt waren - da hatte ich wohl noch Glück....

Zwischendurch hatten wir unser Traumhäuschen gefunden.
Es dann aber leider wieder verloren.
Wir waren nicht mal geizig.
Aber ein junges Paar mit Baby hat das Rennen gemacht.
Voll fies.
Als wenn man kein Dach über dem Kopf braucht, wenn man ältere Kinder hat.
Wir suchen also weiter....

Schlau ist mit dem Rehlein in Lissabon und liess es sich vorher in Italien gut gehen.




Damit verabschiede ich mich schon wieder von Euch.
Der Bügelberg will abgearbeitet werden und garantiert haben sich einige unserer neuen Mitbewohner
an die Oberfläche gewagt, um ihre letzten Lebenssekunden im Staubsaugerbeutel zu verbringen.

Habt einen schönen Tag,
vany

Samstag, 19. Juli 2014

ich bin dann mal wech

nicht weit weg, nur an der Ostsee.
Wie immer, weiß ich noch nicht, ob meine Laptoptasche in das winzige Auto passt.
Mal sehen, ob ich Euch mit einigen Urlaubsgeschichten bei Laune halten kann.

 
Und mich selbst mit Euren Blogs.
 
 
 
Ich wünsch Euch eine schöne, sonnige Zeit
Anfang August sind wir wieder da,
vany

Freitag, 11. Juli 2014

Schleswig-Holstein schrumpft

und zwar dramatisch!

Vielleicht liegt es an der Hitze, die ein Land umgeben von Wasser nicht so gut verträgt.

Es fing ganz harmlos an.
In Hütchendorf vor den Toren der großen Stadt liegt ein verträumtes, kleines Grundstück, das im Exposé mit 490 qm angegeben war.
Eine neuerliche Überprüfung der Fläche ergab eine tatsächliche von 470 qm.
Ich glaubte an einen Zufall, einen Irrtum.

In der schönen kleinen Schwester Hamburgs, nämlich Hütchenburg, ist die Lage aber um einiges verschärfter....

Aus 750 qm wurden über Nacht 620.... das ist bedrohlich!

Wenn das so weiter geht, ist zwischen Hamburg und Flensburg bald nichts mehr übrig.
......

Die jeweiligen Verkäufer der Grundstücke beharren trotz ihrer Irrtümer auf den Preisen.
Bei einem Schwund von 130 qm finde ich das schon erstaunlich.
Außerdem wird eine neuerliche Vermessung ergeben, dass es sich bei rund 550 qm
einpendeln wird.
Hinten läuft der Garten schmal zu, weil es in einer Kurve liegt.
Das Haus, das noch drauf steht, ist viel kleiner als meins und der Vorgarten ist mit zwei Schritten zu durchqueren.
Wer keinen Özil-Frosch-Blick hat, sieht, dass es nicht 600 qm groß sein kann.

Die 20 qm weniger in Hütchendorf wären zu verschmerzen, wenn das Baufenster nicht auch zusammenschrumpeln würde.
Weil es sich um ein zu teilendes Grundstück handelt und auf dem vorderen Teil ein sanierungsbedürftiges Haus steht, geht der Verkäufer davon aus, dass er bei dem im Preis nachlassen muss.
Deshalb beharrt er nun auf seinem Preis.
Mein Vorschlag an den Herrn Makler doch bei seiner Courtage nachzubessern kam nicht gut an.
"Das verkaufen wir auch so, Frau Hütchen!"

Ja, klar, die anderen wissen ja auch nicht, dass das Grundstück immer kleiner wird.
Wohlweislich ist es nämlich bei den Internetportalen ganz verschwunden, um irgendwann mit 420 qm wieder aufzutauchen.....
.........

Nebenbei wären wir fast einem unseriösen Wohnungsanbieter aufgesessen.
Aber Immonet hat uns gewarnt.
Ich finde es außerordentlich beruhigend, dass die tatsächlich die Anbieter überprüfen.

Wäre aber auch zu schön gewesen, um wahr zu sein.... hätte man auch von selbst drauf kommen können.....

Für eine knappe halbe Mio Euronen bekommt man in der Hansestadt nur noch 100 qm Wohnfläche zwischen Bahntrasse und Polizeiwache an einer sechsspurigen Hauptverkehrsachse.
Das ist dann doch etwas happig, finde ich.
(also inkl. Nebenkosten zzgl. Makler)
Obwohl ich die Polizeiwache auch als meinen persönlichen Schutz vor allem Ungemach hätte schön reden können. Dann ist der Preis schon fast wieder in Ordnung.

In Hamburg ist auch ein gegenläufiger Trend zu Schleswig-Holstein zu beobachten.
Die Stadt wird größer.
Die Stadtteile dehnen sich immer weiter aus... vor allem die hochgradig begehrten, wie Uhlenhorst, Winterhude und Eimsbüttel.
Was uns alles angeboten wurde, das angeblich noch in jenen Stadtteilen liegt.
Darauf angesprochen, dass diese oder jene Strasse beim besten Willen nicht mehr zur Uhlenhorst gehören kann, zucken die Makler nur mit den Schultern und lächeln.

Ich weiß gar nicht, warum die sich wundern, dass ihr Image so schlecht ist.
Sie tragen die Schlüssel, erzählen Dir nach, was im Exposé zu lesen war, welches die Auszubildende zusammengestellt hat, und versuchen dann noch ihren Job als knochenharte Arbeit zu verkaufen.

Gut, die Parkplatzsuche bei den diversen Objekten ist schon nervenaufreibend....
und immer wieder einen mitleidigen Blick aufzusetzen, wenn ich sage, dass mir das Angebotene zu teuer erscheint, ist sicherlich auch eine großartige Leistung.
.......

Habt einen schönen, heißen Sommertag
(vor allem Ihr da in den vom Gewitter gebeutelten Gegenden der Republik)
vany

PS: FINALE! Goil....

Freitag, 27. Juni 2014

Selber Terroristen

also  Besichtigungsterroristen.


Tatsächlich wissen wir noch überhaupt mal gar nicht, wohin oder in was wir einziehen wollen.
Wir sind offen für alles. Aber wir haben ein gutes halbes Jahr Zeit, etwas zu finden.

Also schauen wir uns wirklich alles an.

Gestern zum Beispiel haben wir eine Altbauwohnung im Komponistenviertel in Barmbek-Süd und eine Neubauwohnung im Inselpark in Wilhelmsburg angeschaut.

Der Altbau hat es uns angetan. Muss ich ja mal gestehen.
Eigentlich wollte ich unbedingt was Neues.
So von wegen 10 Jahre meine Ruhe und so.

Aber der Neubau ist uncharmant, trotz Maisonette mit Dachterrasse.
Irgendwie sind die Neubauten auch alle nicht wirklich familientauglich.
Alles ist auf zwei Personen ausgelegt.
Bei 150 Quadratmetern, schafft es heute kein Architekt mehr ein anständiges Kinderzimmer zu planen.
Dafür hat das Schlafzimmer 30 qm, einen begehbaren Kleiderschrank, einen Schuhraum und ein Bad en suite mit riesiger Badewanne für fünf und mehr Personen.
Wenn das Ding voll ist, habe ich ein Jahresgehalt für Wasser ausgegeben.

Die Leute, die da einziehen, brauchen dringend Einwegkleidung.
Eine Waschmaschine kriegt man vielleicht noch irgendwo hingequetscht.
Aber ein Wäschetrockner oder ein Wäscheständer oder ein Bügelbrett kann nicht untergebracht werden.
Man könnte den Kram allerdings auch in den überdimensionierten Eingangsbereich stellen.

Küchen gibt es nicht mehr. Es gibt nur noch Küchenzeilen.
Jeder der selber kocht, ist ja auch blöd, denn in 100m Luftlinie gibt es einen McDoof.
Weil das recht weit weg ist, ist es praktischerweise ein DriveIn.

Es kocht sich auch niemand mehr Kaffee. 
Der wird unterwegs geholt und in der U-Bahn geschlürft.
Eine Kaffeemaschine oder einen Toaster braucht man also nicht mehr.
Gibt ja alles to go.

Deshalb liegt die Küchenzeile im Obergeschoß vor dem Schlafzimmer.
Wenn ich nachts Durst habe, brauche ich nur den einen Schrank, nämlich den Kühlschrank, zu öffnen und ein Gläschen Champagner zu trinken.
Quatsch .... Gläschen... für Gläser ist kein Platz... ich nehm den direkt aus der Flasche...

Vorgestern haben wir ein kleines Häuschen in Hütchenburg angeschaut.
Total alt. Aber immerhin 3 Jahre jünger als das Haus in dem wir jetzt leben.
Knapp 130 qm. Perfekt!
Tolle Lage. Ein wunderschönes Parkett.
Aber das Grundstück liegt sozugen im Grundstück der Eigentümer.
Der Herr hat uns gleich erklärt, wo die Hecken hin sollen, damit er uns nicht sehen muss.
Und wo unser Auto stehen muss, damit er jederzeit sein megamäßig großes Wohnmobil aus seinem ultrascheußlichen Carport herausfahren kann.
Die Kosten für die Sanierung der (leicht angeschimmelten) Hütte schätzen wir auf die Höhe des Kaufpreises.......

Seit einiger Zeit liebäugeln wir mit einem Grundstück auf dem wir uns ein neues Haus bauen möchten. Das Haus haben wir schon beinahe fertig geplant. Nur noch ein paar Kleinigkeiten....
Aber der Eigentümer des Grundstücks zögert die Vermessung hinaus.
Wir können uns beim besten Willen nicht vorstellen, dass das Grundstück größer sein soll als das auf dem wir jetzt wohnen.
Wir werden da nochmal mit unserem Maßband anrücken und selber messen.

So geht die Zeit ins Land und unser halbes Jahr schrumpft zusammen.

Habt einen schönen Tag,
vany

Donnerstag, 19. Juni 2014

Überschlagen....

muss ich mich und entschuldigen.

Das Haus ist verkauft.

Wir wissen noch nicht wohin die Reise gehen wird.

Prinz Schlau ist quer ins laufende Semester an einer freien Uni eingestiegen und macht nun solche Sachen wie Schweissen und auf Sachen einschlagen.

Das Schuljahr liegt für Fröhlich in den letzten Zügen.
Seine nachzuholende Geburtstagsparty steht an diesem Wochenende an.
Es werden fünf Jungs in meinem Garten zelten und am Tag darauf muss ich nach irgendwo im nirgendwo, weil da einer der Gäste seinen Geburtstag feiert.

Und so ganz nebenbei schauen wir uns beinahe täglich Wohnungen, Häuser, Grundstücke
u.s.f. an. Oder bekommen Besuch von ambitionierten Anbietern der Vorgenannten.
Oder, was noch schlimmer ist, besuchen unsererseits die Anbieter in ihren Innenstadtbüros, um da schon völlig entnervt wegen der Parkplatzsuche anzukommen.
Wie macht Schlau das eigentlich immer, mit seinen Riesenparkbuchten?

Dummerweise müssen wir aber auch noch arbeiten.....

Es tut mir von Herzen leid, aber ich komme einfach nicht zum Kommentieren.
Zudem ist mir aufgefallen, dass hier einige aus meinen Bloglisten neue PASSWÖRTER haben und ich kann nicht mal mehr mitlesen *HEUEL*


Ich bin bald wieder für Euch da.
Ich melde mich dann auch per Mail und Telefon und überhaupt.
Habt Geduld mit mir und einen schönen Tag
vany

Donnerstag, 5. Juni 2014

Zielgerade

Die letzten (oder so) Details zur Übergabe sind gestern besprochen worden.
Den jungen Mann, der unser Häuschen kaufen möchte, kannten wir schon.
Er war einer der Ersten, die sich das Haus angeschaut haben.

.... wir kamen nun auch in den .... hmmmm..... Genuß.... seine Freundin kennenzulernen.

Die Frau ist ... hmmmm.... gewöhnungsbedürftig (?).....
nein,
sie ist doof.

Ich hatte sie schon gefressen, als sie sich vorstellte.
Aber - offen wie ich nun mal bin - habe ich ihr eine zweite, eine dritte und eine vierte Chance gegeben Pluspunkte zu sammeln....
Es ist ihr nicht gelungen.
Sie hat alle Chancen verspielt.

Sie mag hier nichts.

Der Boden im Obergeschoß soll mit Teppich ausgelegt werden.
(Da braucht sie nur das Laminat zu entsorgen, darunter liegt Teppich.
In einem herrlich satten Lila.)

Nach rechts kann man keine Gaube setzen lassen, da sind ja Nachbarn.
(Hehehehehe... die wird sich noch wundern, weil da wohnt nämlich sexy B. und die saugt vorzugsweise nur mit einem Höschen bekleidet ihr Obergeschoß.... gnihihihihihihi....)

Die Kellerräume sind ihr zu klein. Alles viel zu eng.
Der Sicherungskasten ist voll alt.
(? Hackenschuß, oder was? Der ist aus den 90ern und hängt im Keller - so what?)

"Wann wurde denn der Heizkessel gewartet?"
"Wie alt ist der Öltank und wie groß?"
"Wie oft tanken Sie und wieviel?"
(Lauter so wichtigtuerische Fragen.... Dabei sieht man meinem Haus wirklich an, dass alles regelmäßig gewartet und gepflegt wird. Außerdem haben die eine Kopie des Energieausweises bekommen. Da steht der Verbrauch und alles drin.)

Die Küche muss neu.
(Die IST neu, aber bitte... kauf Dir doch eine Neue, mir ist das egal)
Er will die Küche behalten, weil sie ihm gefällt.
Daraufhin hat sie ausprobiert, ob die Schubladen sich öffnen lassen und auch leichtgängig wieder schliessen.

Der Kaminofen ist aus Speckstein - furchtbar.
(Ich hatte schon befürchtet, sie krabbelt das Ofenrohr hoch, so hing sie vor der geöffneten Luke.
Wahrscheinlich hat sie nach Knochen gesucht..... Oder einem brütendem Storchenpaar oder einem eingeklemmten Weihnachtsmann.)

Die hundert Jahre alten Dielenböden knarren.
Zum Beweis wippte sie minutenlang auf einer Stelle und rief:
"Es knarrt! Es knarrt! Es knarrt!"
(Ich war drauf und dran sie vom Dielenbrett zu kicken.)

Der Gartenteich muss weg und einen Pool will sie schon mal gar nicht.
Die Nachbarn sind rücksichtslos, weil sie um 19 Uhr für FÜNF Minuten Rasen mähten.
(Was war ich froh, dass der nur seinen Rasen mähte und nicht seine wirklich lauten Gören in den Garten gelassen hat. Wenn dann die Ehefrau noch heraus gekommen wäre und die Kinder angebrüllt hätte....)

Wie alt die Nachbarn sind wollte sie auch wissen.
(Ich habe mir selbstverständlich von allen angrenzenden Anwohnern eine Kopie der Geburtsurkunde geben lassen.... *Augen verdreh*)

Die Fenster müssen dringendst gestrichen werden.
Die Fassade ist voll 80er. (Da hat sie recht.)

Als sie dann im Garten aufkreischte: "Iiiih, hier sind frische Maulwurfshügel!" habe ich mit mir beschlossen, sie komplett zu ignorieren.

Zum Glück will der Mann das Haus allein kaufen.

Der Herr Makler scheint die junge Dame auch ein wenig blöde zu finden.
Sie macht irgendwas in der IT-Branche.
"Für einen Computer-Nerd sind sie aber ziemlich bunt angezogen...", sagt der doch glatt zu ihr.
Herr Hütchen musste sich wegdrehen, um nicht los zu prusten.
......

Jeder hat seine eigenen Befindlichkeiten, seine eigenen Vorstellungen vom Haus, seinen eigenen Geschmack.
Das finde ich absolut in Ordnung.
Sie können alles ändern.
Hier braucht kein Stein auf dem anderen zu bleiben.
Aber niemand muss derart auf meiner Immobilie herumhacken, wenn ich daneben stehe.

Großartigerweise hat der junge Mann stets gelächelt und sich durch nichts, aber auch gar nichts beirren lassen.
Er möchte hier wohnen und genau in diesem Haus und er passt auch hierher.
Sie ist eine Katastrophe..... die müssen wir los werden.... das kann ich meinen Nachbarn nicht antun...

Die Vorstellung, wie diese wirklich doofe Kuh aus dem Dachfenster schaut und meine äußerst attraktive, wohlgeformte Nachbarin zur Rechten im Slip beim Staubsaugen sieht, entschädigt mich für alles!

MUHAHAHAHAHAHAHAHAH

Habt einen schönen Abend,
vany

Donnerstag, 29. Mai 2014

der letzte Sommer im Hütchenweg


Ein wenig Wehmut schwingt mit.... aber der alte Kasten drohte uns aufzufressen... dann muss man die Reißleine ziehen, um nicht ungebremst auf dem Boden aufzuklatschen und seine Gebeine mühselig wieder zusammen zu sammeln....

Irgendeinem Terroristen war es bei uns nicht grün genug, der hatte doch einen an der Waffel....
 

Als wir vor 16 Jahren einzogen, passte das Haus perfekt zu uns.
Die hauptsächlichen Arbeiten, wie ein neues Dach inklusive Ausbau und eine relativ neue Heizungsanlage, waren schon erledigt.

Aber mit der Zeit fiel hier was ab und ging dort etwas kaputt.
Passierte die eine oder andere Katastrophe und irgendwann war klar, dass wir das Haus nicht werden halten können bis wir mit den Füßen zuerst herausgetragen werden.
Bis zuletzt haben wir gekämpft und alles abgeschafft, was unnötig Geld kostet... wie zum Beispiel mein Mutterschiff (auch so ein Fass ohne Boden, die wunderbare alte Karre), Zeitschriftenabos und so.
Wir haben sogar zweimal wöchentlich Lotto gespielt.... aber nicht gewonnen.

Eigentlich bin ich ja eine coole Sau - aber ehrlich gesagt, flossen dann doch die Tränen als der Anruf kam, dass der eine Terrorist es kaufen will und es tatsächlich schon einen Notartermin gibt, weil er auf alle unsere Forderungen eingegangen ist.

Wenn in den Verträgen keine Pferdefüße sind, dann geht unser Haus in neue Hände.

Irgendwo in mir sitzt ein kleines vanylein, das sich freut zu neuen Projekten aufzubrechen.
Leider hat es sich heute versteckt.
Naja, es wird schon wieder auftauchen.
In der kommenden Woche haben wir einen Termin bei einem Makler, der uns ein neues Bauprojekt vorstellen möchte.
Hoffentlich ist das nicht wieder so teuer, dass uns die Farbe aus dem Gesicht weicht.
Wir haben nicht mal besonders große Ansprüche, aber was man so ausgeben soll für ein bißchen Wohnraum, ist ächt happig.

Ich wünsche Euch allen ein schönes langes Wochenende,
ich muss morgen arbeiten *grummel*,
vany

Dienstag, 13. Mai 2014

Wir waren im Urlaub

und haben uns total entspannt...

 
.... saßen oben am Berg....
 
 
 
.... und haben auf den Lago Maggiore geschaut.

 
Auf der Rückfahrt haben wir hier übernachtet....

.... und Balthasars Badewanne bestaunt....

.... in der zu fortgeschrittener Stunde.....

ein gutgebauter, junger Mann, entblößt bis auf die Socken,
ein Bad nahm.
 
 
Die nächsten Tage mehr. Ich muss bei Euch noch alles nachlesen und mein Haus schrubben, weil der Terroristenstrom nicht abreißt.
Dummerweise war hier in Hamburg das Wetter so, dass der Garten nur noch mit einer Machete in den Griff zu bekommen ist.

Habt einen schönen Tag,
vany

Sonntag, 20. April 2014

Rohe Ostern

Langweilig geht anders.

Herr Hütchen ist ein begnadeter Griller.
Wir haben einen schönen großen GasGrill.
Der wird regelmäßig volle Kanne aufgedreht, damit der Schmutz verbritzelt.

Diesmal ging irgendwas schief... ich weiß nicht was, ich war nicht zu Hause.
Jedenfalls fing das Grillgerät Feuer.
Der Grill stand lichterloh in Flammen und direkt an dem Haus, das wir bekanntermaßen verkaufen wollen....
Mein Abenteurer hat sich todesmutig drauf gestürzt und den Gashahn zugedreht, rollte das Gerät einen Meter weiter weg, sprang ins Haus und griff sich den Feuerlöscher....

Alles vollgekleistert mit Löschschaum. ò__ó

Ob der Grill bleibende Schäden davon getragen hat, wissen wir noch nicht.
Der Schaum muss erst aus den Ritzen, bevor wir einen Test machen können.

Wenn Herr Hütchen einmal angefangen hat, Schaden zu verursachen, kann er schwer damit aufhören.

Die Jolle wird immer liebevoll von Hand gewaschen.
Dazu fährt mein lieber Mann zu einer bestimmten Tankstelle und nimmt das Lieblingsshampoo der Jolle in einem Eimer voll Wasser angerührt mit dahin.
So auch gestern.
Er sitzt also im kleinen Auto, den Eimer hinter seinem Sitz und der Rückbank eingeklemmt, sein smartes Phone in der Mittelablage und düst los.
Wohl etwas zu sportlich, denn der volle Eimer schwappt granatenmäßig über, flutet meine Jolle und überschwemmt das Handy....

Er macht keine halben Sachen.

Habt ein schönes Osterfest, genießt die freien Tage und haltet Euch von Feuer und Wasser fern.

vany

Donnerstag, 3. April 2014

jeden Tag

eine Besichtigung...
Eigentlich sollten die Terroristen zeitlich aufeinander abgestimmt werden -
das gelingt den Schlüsselträgern aber nur bedingt.
Langsam ist die erste Interessentenwelle abgeebbt.
Deshalb kommen die verteilt, weil nicht mehr fünf Leute auf einmal kucken wollen.

Soooo schlimm ist das nicht.
Wenn ich das Haus einigermaßen im Griff habe,
brauche ich nur kurz den Staubsauger zu schwingen bevor die hier einfallen.

Es ist nicht ganz einfach, jemanden zu finden, der klein genug ist, um in meinem Keller noch aufrecht gehen zu können.
Der sich mit den knappen 86qm Grundfläche im Obergeschoß anfreunden kann.
Oder es grün mag, ohne im Wald hausen zu wollen und sich nicht daran stört, dass er im Winter durch das Geäst das eine Nachbarhaus sehen muss.
Seinen SUV auch VOR dem Haus (da ist ein Stellplatz, da stand mein Mutterschiff immer) parken möchte und nicht unbedingt IM Haus.

Die meisten suchen ein Haus für zwei.
Aber jeder der beiden wünscht sich 150 qm für sich allein.
Das ist natürlich nicht so leicht zu finden, wenn man keinen Stall bewohnen möchte, der zuvor 144 Kühe beherbergt hat und auf einem Acker steht.
Denn erschwerend kommt hinzu, dass alle trotzdem citynah und verkehrsgünstig zum Flughafen, zur Ostsee und überhaupt überall hin, wohnen wollen.
Auch Lebensmittel, Hygieneartikel, Kleidung und was auch immer müssen fußläufig zu beschaffen sein. Vorzugsweise Bioware.

Hmmm...
in 10 min in der Innenstadt oder am Hafen  - check!
in 12 bis 15 min am Flughafen - check!
in 40 min an der Ostsee - check!
Busse und Bahnen - check!
Einkaufszentrum in 8 min zu Fuß - check!
Sonntags Brötchen und Zeitung in 6 min zu Fuß - check!
Wochenmarkt, A*natur* u.s.w. 8 min ..... - check!
Naherholung im Wald in 5 min zu Fuß - check!

136 qm Wohnfläche und 86 qm Nutzfläche inkl. Garage für eine Jolle oder ein gängiges Modell von Alfa Romeo.
Beinahe 600qm eingewachsenes Grundstück.
Richtig eingewachsen, weil die Erstbepflanzung im Jahr 1949 stattfand.
In einer ruhigen, gemütlichen Seitenstrasse in der schönsten Stadt der Welt.

Zu klein und nicht grün genug und das Schlimmste:
der Q7 der beiden passt nicht in die Garage.

Warum fahren die eigentlich ausmahmslos ALLE Riesen-Audis?
Ist das ein Trend, den ich verpaßt habe?
Die haben nicht mal Kinder oder Hunde, die die überschüssigen Plätze im Auto belegen könnten.

Bei der Besichtigung gestern saßen Herr Hütchen, Fröhlich und ich auf der Terrasse und genossen ein Glas Wein. (Außer Fröhlich, der hatte Wasser).
Das nette, aber leider auch hochgewachsene Paar begrüßte uns höflich.

"Ach", sagte der Herr," sie haben ja gar keine Sonne hier auf der Terrasse!"

"Gegen die Wolken ist mir noch nichts eingefallen", antwortete Herr Hütchen.

Großartig auch immer wieder: Die Küche ist so klein.
Ja, das stimmt, neun Quadratmeter sind nicht üppig.
Aber es ist alles drin und wir haben einen gemütlichen Eßplatz für drei Personen.
Wenn wir mehr sind, dann essen wir im sogenannten Eßzimmer.
Man glaubt es kaum, aber seit Jahr und Tag bereite ich dort mehr oder weniger schmackhafte Mahlzeiten für fünf und mehr Personen zu. Zeitweise mehrmals täglich.

Kein Wort jemals zu den Bädern.
Beide nicht schön.
Beide winzig.
Beide alt.
Auch nicht zum Gäste-WC. Das ist eigentlich ganz niedlich.
Gut,  heute würde ich das auch anders machen, aber es waren die 90er Jahre...
Die Bäder sind total nebensächlich.

Wichtig ist eine große Küche in der ZWEI Personen ihren abendlichen Salat weitläufig verteilen können.
Und eine wirklich große Garage, damit Audi auch in Zukunft große Wagen an Paare verkaufen kann.
Ich dachte, die Autos haben heutzutage so einen Korrosionsschutz und Regen macht denen erstmal gar nichts aus. Naja... was weiß ich schon?

.........

Am Wochenende fahren wir nach Scharbeutz.
Endlich mal wieder raus und Meer sehen.
Ich freu mich drauf.
Ein Wochenende ohne Terroristen!
...........

Lieben Dank für Eure Kommentare.
Wenn wir noch Platz in der Jolle haben, dann nehme ich diesmal mein Laptop mit, um endlich mal wieder bei Euch zu kommentieren.
Vielleicht sollte ich Herrn Hütchen mal fragen, ob wir nicht auch so einen Q7.....

Habt einen schönen Tag,
vany

Dienstag, 1. April 2014

meine Nerven...


.... meine Nerven... liegen blank....

Der Besichtigungsterrorismus nimmt ungeahnte Züge an.

Einige Tage vor den Terminen bringen Ordnung in unser Haus.
Die Kinderzimmer sind zuerst dran. Danach sollte ich den Zutritt zu den Zimmern verbieten.

Die Wäsche wird bis auf den letzten BH weggewaschen.
Nicht auszudenken, wenn da einer meiner Slips auf der Leine hängen würde.

Die Küche sieht aus, als wäre sie noch nie benutzt worden.
Sogar der Toaster ist komplett krümelfrei.
Tage vorher gibt es nichts mehr vom Herd....

Alle Betten werden frisch bezogen und Staub gewischt.

An Tag X gehe ich durchs gesamte Haus und schalte sämtliche Lampen ein.
Damit muss man frühzeitig beginnen, weil die Sparbirnen ja so ewig brauchen, um es hell werden zu lassen.
Währenddessen kontrolliere ich sorgfältig die Ecken, nirgendwo darf eine Spinnwebe von der Decke baumeln.

Nebenher verabrede ich uns immer zu den Terminen, damit wir nicht auf der Strasse herumlungern.

Für einen Besichtigungsterroristen der besonderen Art haben wir dieses Programm auch abgespult.

Dieser Herr hat angeblich nur mittags Zeit.
Nun gut, dann eben Freitagmittag. Da kann ich entspannt den Schlüssel übergeben.

Wie ich am Donnerstagabend ermattet auf dem Sofa liege, ruft die Frau Maklerin an.

"Der Herr Terrorist kann morgen nicht. Er ist nämlich gar nicht in Hamburg."
Spontaner Typ, denke ich.
"Geht's denn auch nächsten Freitag?"
Aber klar. Das Haus soll verkauft werden.
Da müssen wir durch.

Wie ich am Donnerstagabend ermattet auf dem Sofa liege, ruft die Frau Maklerin an.

"Der Herr Terrorist kann morgen nicht. Sein Kind wird in der Kita eingewöhnt und da dreht seine Frau durch, wenn er ein Haus ankucken will."
Was ist das für ein Depp? Und was hat der für eine Frau?
Kam wohl sehr plötzlich, der Kita-Platz.
"Geht's denn auch nächsten Dienstagabend, so gegen 17.30 Uhr?"
Eigentlich nicht, weil wir Spießer um 18 Uhr zu Abend essen.
Aber gut, was muss, das muss.

Wie ich gestern abend ermattet auf dem Sofa liege, ruft die Frau Maklerin an.

"Der Herr Terrorist kann morgen nicht. Er muss schon morgens wegfliegen, weil die Piloten ab Mittwoch streiken."

WAS? DER KANN MEIN HAUS MAL GANZ GEPFLEGT VERGESSEN!

"Aber Frau Hütchen, da kann er doch gar nichts für. Die Lufthansa hat Schuld!"

QUATSCH! BEI SOLCHEN LEUTEN HABEN IMMER DIE ANDEREN SCHULD!

...........

Es ist ja nicht so, dass das Leben ansonsten nicht normal weiter läuft.
Vor allem mit einem Fahranfänger im Haus.
Prinz Schlau hatte seinen ersten Auffahrunfall und leider vergessen uns das zu erzählen.
Ich erfuhr erst davon als die Unfallgegnerin vor meiner Haustür stand und 600€ forderte.

Meine Nerven....

Habt einen schönen Tag,
vany




Sonntag, 16. März 2014

Spezialgelagerte Sondermenschen

sind Makler.
Ehrlich.

Jeder für sich ist etwas ganz Besonderes.

Lieblingssatz aller mir bisher bekannten Makler ist

" ... andere Makler machen das nicht so, aber WIR......".

Die Einzigartigkeit der Handhabung einer Vermittlung ist unheimlich wichtig.
Nicht, dass man da als Käufer oder Verkäufer denkt, man hätte es mit einem schlichten
Schlüsselträger zu tun.

Die einen kennen einen besonders guten Fotografen.
Dass der dann ja die eigentliche Arbeit macht, nämlich Deine Immobilie ins rechte Licht zu rücken, ist nebensächlich.

Die anderen legen viel Wert auf den persönlichen Kontakt.
Die menscheln da vor sich hin und wollen für alle nur das Beste und glücklich machen.
Nach kurzer Zeit haben sie sich gemerkt, wie Du Deinen Kaffee trinkst und welchen Keks Du gerne dazu ißt.

Es gibt auch welche, die sind unglaublich kommunikationsstark.
Die kauen Dir wirklich ein Ohr ab und eigentlich wolltest Du das alles gar nicht wissen.
Nach einer halben Stunde kennst Du die Lebensgeschichte der Oma, des Onkels und alles.

Eines haben sie aber gemeinsam.
Sie können nicht zuhören.

Alles was ich so an Infos rausgehauen habe über mein, zugegeben altes und kleines,  Haus ging anscheinend auf direktem Weg ins Leere.
Dass wir von Amt zu Amt gerannt sind und solche idiotischen Dinge wie Flurkarte, Baulastendingens und Energieausweis beschafft haben und ebenjene immens wichtigen Unterlagen ausgehändigt haben, war völliger Schwachsinn.
Weil da nämlich kein Schwein draufkuckt.

Stattdessen fragen die mich solche Sachen, wie

"Was haben Sie für Probleme mit Mischwasser?"

Mischwasser?
Was soll das denn sein?
Und wieso kann ich damit Probleme haben?

"Aber Frau Hütchen, Ihr Stadtteil ist bekannt für Probleme mit Mischwasser!",
kommt vorwurfsvoll zurück.

Verzweifelt befragte ich Tante Google.... ich weiß zwar immer noch nicht, was Mischwasser ist,
aber ich weiß nun, dass ich KEINE Probleme mit Mischwasser habe.
Solche Probleme haben Leute, die ein paar Strassen weiter wohnen.
Der Hütchenweg hat kein MISCHWASSERPROBLEM!

Also rief ich den Herrn Makler an und sagte ihm das.
Woher ich das denn wisse....

"Für die Kohle, die Sie vom Käufer meines Eigenheims erhalten, hätten Sie auch mal selber googeln können, Herr M A K L E R!"

Oder sie sagen

"Wenn man die Fassade neu macht, kann man das Haus auch mal dämmen!"

Hallooooo?
Hat mal EINER auf den Energieausweis geschaut, der UNBEDINGT zu den Unterlagen gereicht werden sollte?
Mein Haus hat einen Energiewert wie ein junges Mädchen - jawoll!
Der Heizkessel ist zwar beinahe antik und gehört ins Museum, aber er tut's noch.
Und mein Haus ist megamäßig gedämmt!
Als das gebaut wurde, konnten die Leute nämlich noch Häuser bauen....

Auch schön:

"Meinen Sie der Interessent bekommt seinen Audi Q7-Monsterklasse in die Garage?"

" Keine Ahnung, mein Fiat 500 paßt rein...soviel ich weiß, passt jenes Auto nicht mal in alle Hamburger Parkhäuser...".

Was die Leute so für Prioritäten setzen, beim Hauskauf ...
und was sie alles zu meckern haben:
Das Dach ist zu klein, die Treppe zu eng, der Keller zu niedrig....
aber die Küche ist niedlich und so überschaubar...

"Bleib doch wo Du wohnst, Du alte Scheiße!"

Auch ein neues geflügeltes Wort im Hause Hütchen...
....

Zwischendurch war ich noch beim Hautarzt.
Ich hatte eine beängstigende Hautveränderung.
Natürlich war ich davon überzeugt, dass es sich um eine besonders bösartige Hautkrebsart handelt.
Auf der Strasse habe ich eine ältere Frau gesehen, die sowas in riesengroß im Gesicht hat.
Die ist ja schon so gut wie tot, schoß es mir durch den Kopf.

"Ach Frau Hütchen, das Ding haben Sie sich verdient. Sie sind ja schon weit über Dreißig", sagte der ausgesprochen uncharmante Hautarzt.

Während ich noch überlegte, was zum Henker er mit "WEIT über Dreißig" meinen könnte,
fährt er fort:
"Das ist eine Alterswarze."

Mir blieb fast das Herz stehen!
Warze und Alter in EINEM Wort und das auch noch im Zusammenhang mit MIR?!?

Das Leben ist gnadenlos.

Habt einen schönen Restsonntag,
vany