Mittwoch, 3. Februar 2016

Panzerkette und krumm und ein Anker

Mit Kindern ist ja immer was los, nä?
Ist ja auch nicht so, dass man sich als Mutter erhofft irgendwann mal wieder ein eigenes Leben zu leben.

Bekanntlich weilten Prinz Schlau und Tinkerbell am Strand von Bali.
Sie sind nicht unversehrt wieder heimgekehrt.
Sie wurden gestochen.
Freiwillig.
Der Herr Schlau hat nun einen Anker auf seinem Fußknöchel.
Eben ein Kind vonner Waterkant....
Tinkerbell einen balinesischen Schriftzug auf dem Oberkörper.
Der mitgereiste Homie ein Ding auf dem Arm.... ich weiß nicht, wie man sowas nennt.
Und ich male mir mal nicht aus, was seine Mama dazu gesagt hat....

Ich habe nichts gegen Tattoos.
Nur auf meinen Kindern finde ich sie merkwürdig, weil ich ihre zarte Babyhaut noch in meiner Erinnerung habe.
Wenn die daher gehen und sich absichtlich ewig haltende Farbe hinein bohren lassen, bin ich damit überfordert.

Der kleine Prinz Fröhlich, der nun tatsächlich eindeutig länger ist als ich, hat heute eine Multibracketapparatur bekommen.
Das Wort gibt es wirklich und wahrhaftig.
Wir nannten das Panzerkette.
Er plant ab jetzt täglich 3mal eine Viertelstunde für die Zahnpflege ein.
Drei verschiedene Zahnbürsten braucht er. Die kannst Du selbstredend nicht in der Drogerie käuflich erwerben. Dafür muss man in die Apotheke.... das macht den Kohl aber auch nicht mehr fett.... die Spangenkette wird uns in den Ruin treiben....

Als sei das nicht Leid genug, muss er dreimal wöchentlich zur Krankengymnastik, weil er zwei Verkrümmungen an der Wirbelsäule hat und die Muskeln in verkehrten Strängen aufgebaut wurden.
Das schwere Tragen der Schulsachen und das viele Sitzen verursachen sowas...
Naja... er fährt um sieben morgens los und kommt gegen 16.00 oder 16.30 Uhr nach Haus, macht Schularbeiten und ist dann eigentlich vollkommen erledigt.
Wäre ich auch, nach so einem Arbeitstag.
Nun treibe ich ihn natürlich zweimal die Woche noch zum Sport.
Freizeit ade für unseren SpangenBob.

Meine freie Zeit ist nun auch vorbei, ich muss zur Arbeit.

Habt einen schönen Mittwoch,
vany

Kommentare:

  1. Tattoos an den eigenen Kindern würde ich vermutlich auch eigenartig finden! An die diversen Zahnspangen habe ich mich dagegen mittlerweile gewöhnt! Ich frage mich manchmal, wie die überhaupt noch essen können, bei dem, was die alles im Mund haben! Allerdings findet mein Großer die Zahnpflege "unnötig" und bekam beim letzten Mal einen ziemlichen Anschiss! Tja, mit Kindern wird es auf jeden Fall nicht langweilig!
    Viele Grüße von
    Margit

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  2. Zitat: "ch habe nichts gegen Tattoos.
    Nur auf meinen Kindern finde ich sie merkwürdig." ;D Verstehe. So geht es mir auch. Wie mit so vielen Dingen. Alkohol. Exzessiven Partymarathons. Wasserpfeifen. Boah, ich bin so ein Spießer...

    Der arme Prinz Fröhlich. Da hat's ihn ja gleich doppelt erwischt. Aber wenn sowas durch zu langes Sitzen und das Tragen zu schwerer Schultaschen kommt, dann müssten eigentlich 99% der Schulkinder... uff... gleich mal auf Juniors Rücken schauen.

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  3. Ach neeee...der arme Fröhlich, ja wirklich. Wenn's einen so mit der Breitseite trifft, aber wenn's hilft und es ihm dann später besser geht *megakeksdalass*

    Was die Tattoos angeht...gnihihi...ich hab nur ein sehr kleines, aber als meine Mutter das das erste Mal gesehen hat, war's auch komisch. Ich glaube, mein Vater hat's bisher nie gesehen...hab's immer gut versteckt!

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  4. Kicher, och ich fühle so mit dir. Meine drei Mädels haben uns auch regelrecht mit ihren Schneeketten im Munde in den Ruin getrieben. Kind Nummer 3 hatte diese Gott Sei Dank vor 2 Wochen nach 2 Jahren wieder herausbekommen. Das war ihr natürlich sehr wichtig, weil nun kann sie die "scharfen" Jungs anlächeln *seufz*
    Ich muss zugeben, ich hätte auch Probleme, wenn meine Kinder mit Tattoos nach Hause kommen. Obwohl ich selber gleich zwei davon habe *schäm*
    Ich wünsche deinem werten Sohnemann alles Gute mit seiner Spange. :)
    Liebe Grüße
    Nila

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