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Freitag, 6. November 2015

Es ist vollbracht

nagut.
Nicht ganz.
Es fehlen noch ein paar Kleinigkeiten.
Eine Tür zu Fröhlichs Badezimmer zum Beispiel.
Alle Fensterbretter.
Eine Treppe zum Haus.
Vorhänge, Betten, Regale, Zaun.........


Aber es gibt fliessend Wasser, eine Heizung und die Fenster sind dicht.
Was will man mehr?

Der Fliesenleger war dann doch gar nicht so doof.
Eigentlich war er recht rührig und hat es gut hinbekommen, sich auch über den Bauträger - seinen eigentlichen Auftraggeber - hinweggesetzt und die Küche ratzfatz verlegt.
Eigentlich handhaben Bauträger es gern so, dass erst ihre Gewerke vollständig durch sind und dann erst der Bauherr seine Eigenleistung erbringen darf.
Das ist natürlich praktisch für den Bauträger, weil alles was dann nicht passt, kann ihm nicht angelastet werden.
Zum Beispiel das Ding mit Fröhlichs Badezimmertür und -zarge.
Die passten nicht, weil die Fliese, die wir für die Wände ausgesucht haben zu dick ist.
Wenn nun erst die Zarge - als Leistung des Bauträgers - drin gewesen wäre, dann wäre es unser Problem gewesen, dass die Fliese da nicht drunter passt.
So muss nun Bauträger die Zarge und die Tür austauschen lassen.
Ist aber nicht so schlimm.
Die Zarge zu meinem Ankleidezimmer haben sie komplett vergessen, keine Tür ist korrekt eingestellt und fällt entweder gleich wieder zu oder schwingt komplett auf.
Der Türenheini muss also sowieso wieder kommen.
Hoffen wir mal, dass er die Zargen und die fehlende Tür dabei hat.

Der Parkettleger war großartig.
Die Elektriker müssen die eine oder andere Lichtschalterleiste noch begradigen.

Der Maler war eine Schlampe und unhöflich. Schade. Der wird dann wohl nicht mehr gebucht.

Herr Hütchen ist begeistert vom Hausbauen.
Auch wenn er zwischendurch auf dem Zahnfleisch ging.
Er will noch ein Haus bauen...... ich weiß nicht.... noch n Umzug verkrafte ich nicht.....

Gute Überleitung!

Der Umzug war eine Show.


Die Herren Umzügler haben einen Möbellift aus dem dritten OG mit unserem Hab und Gut bestückt und bequem abwärts gleiten lassen.
Ich konnte nicht hinsehen.
Bei jedem zweiten Karton hab ich gedacht: Der fällt!
Um halb zwei am Mittag waren sie durch.

Ja,... und nun auspacken.....
Das ist zum einen spannend, weil ich tatsächlich Dinge entdecke, von denen ich dachte, ich hätte sie nie gehabt.
Zum anderen auch oberstrapaziös.... ich weiß nicht wieviele Kartons es letztendlich sein werden.
Mindestens ein Amazonasdelta hat für die Unmengen einen Kahlschlag bekommen.
Manches können wir noch gar nicht auspacken, weil wir nicht wissen wohin damit.
Es fehlt an allen Enden.
In den Fiat 500 kriegt man ja auch nur einen kleinen Billy von I*EA..... sehr mühselig, die Möbelanschlepperei.
Und ausgesprochen spritintensiv.

Prinz Schlau ist eine Woche vor uns ausgezogen und hat sich ein kleines Nest mit Tinkerbell hergerichtet.
So weh mir mein Herzchen ist, dass mein einer Prinz in der großen Stadt wohnt und nicht mehr bei mir ist, so niedlich finde ich dennoch, wie die beiden da vor sich hin wursteln und zusammen leben.
Er hat viel helfen müssen in diesem und im letzten Jahr.
War oft stinkig und sauer, hat aber trotzdem immer mit angepackt und noch Freunde mobilisiert, die mithalfen.
Ich bin stolz auf meinen Großen, der so langsam die Kurve ins Leben kriegt.
 
Meine Mama ist kurz vor unserem Umzug schwer gestürzt und hat sich fürchterlich verletzt.
Ihre Schulter und ihr Knie mussten operiert werden.....
Sie war abends noch schnell mit dem Hund ums Eck und hat unter dem Laub eine Kante im Gehweg nicht sehen können.
Wir waren sehr in Sorge.
Meiner Schwiegermutter ging es zwischenzeitlich auch schlecht.
Auch sie war lange im Krankenhaus. :-(

Naja... so war immer irgendwas los und mir war so gar nicht nach vergnüglichem Geschreibsel.
Ehrlich gesagt auch nicht nach lesen und kommentieren bei Euch.


Aber Ihr dürft gern in meine Küche schauen :-)))

Und einmal umdrehen zur Eßecke... nagut.... man sieht nur Lampe und mich als Ritter Rost....
Sie hängt auch noch ein bißchen zu hoch....


 Ich mach mal weiter hier.... . ich will mal wieder was Schönes machen.... Blogs lesen und kommentieren, zum Beispiel ...

Habt einen schönen Nachmittag und Abend,
vany


Freitag, 13. März 2015

Wie man's macht....

macht man's falsch, nä?

Wir haben nach dem Abriss des alten Hauses gleich den Boden verdichten und aufschütten lassen.
Aber der LKW, der den Abrissbagger abgeholt hat, ist da nochmal durchgegurkt und hat die Unterlage für das Hausfundament gepflügt.
Die eine Fahrspur haben wir als Pfad zum hinteren Gartenteil zurechtgetrampelt.
Die andere muss nun nochmal nachgeglättet werden.
Und die Aufschüttung sollte noch ein wenig abgetragen werden, weil das Haus sonst zu hoch wird.

Sowas zieht natürlich Diskussionen mit der ausführenden Firma nach sich.
Da ruft man nicht an und sagt: Ey, mach ma', hast Du Fahrrillen gezogen, die einen Kleinwagen verschlucken, musst Du wech machen.

Nein, der junge Mann am Telefon behauptet einfach, er hätte keinen Auftrag zur Verdichtung und Aufschüttung des Bodens gehabt.
Aha - hat der Baggerfahrer also aus reiner Nächstenliebe zu Herrn Hütchen gemacht...
Nach dem dritten Gespräch hat er sich die Unterlagen zum Bauvorhaben im Nachtigallenlied geholt und festgestellt, dass er keinen nächstenliebenden Baggerfahrer beschäftigt, sondern tatsächlich für die Furchen verantwortlich ist.
Wann denn nun einer kommt und begradigt?
Mal sehen.

Der Herr Rohbauer steht jedenfalls in den Startlöchern.
Er will unbedingt vor Ostern die Sohle schütten. Nach Ostern das Haus hochziehen.

Wenn das so klappt, dann bekomme ich zu meinem Geburtstag ein Hausfundament.
Finde ich richtig gut.
Wer kann schon sagen: Ich habe ein Fundament zum Geburtstag bekommen. ?

.....

Meinen Urlaub habe ich zu nichts genutzt. Ich habe halbherzig angefangen das olle Schlafzimmer aufzuräumen.
Mit dem Ergebnis, dass ich jetzt die anderen Zimmer aufräumen müsste.
Das macht aber nur bedingt Spaß und irgendwie brauchte ich mal Entspannung und Spaß.
Einzig Prinz Fröhlichs Reich werde ich noch fertig stellen.
.....

Herr Hütchen hat sich gestern eingehend mit meinem Laptop befasst.
War ein bißchen so wie bei der Reparatur des Geschirrspülers.
Er hat aber leiser gebrüllt - wegen der Nachbarn.
Irgendwann hat er es mir auf den Tisch geknallt und gar nichts mehr gesagt.
Bisher merke ich keinen Unterschied.
Ich darf immer noch nicht zu jedem. Aber schon zu mehr als zuvor.
Wahrscheinlich macht er am Wochenende weiter.
Dauert sicherlich alles seine Zeit..... ich frag gerade ungern nach.
Mein lieber Mann ist ein Apfel-User aus Überzeugung und wenn ich Probleme mit meiner Fenster-Dose habe, verleitet ihn das immer zu überheblichen Kommentaren.
Und zu nicht jugendfreien Ausrufen, Beschimpfungen und Flüchen.
Bin froh, dass Fröhlich die Skipisten Österreichs unsicher macht und sich die Pöbeleien im Hause Hütchen nicht anhört.

Er kann schimpfen wie er will.
Ich möchte das kleine Ding behalten.
Nicht nur weil es grün ist.... nagut.... vor allem weil es grün ist.
.......

so nebenbei pflege ich meinen Lagerkoller.
Ehrlich, Hütchenburg ist total niedlich und ich geh hier sehr gern einkaufen und so.
Aber diese Bude bringt mich um den Verstand.
Alles ist so.... so.... ach, mir fehlen die Worte.

Und dann die Nachbarn.... die Weihnachtsfrau hat so getan als würde sie endlich auf Ostern umstellen.
Sie hat die Fensterbilder und den Wandschmuck abgeräumt.
Aber der Baum steht da noch in voller, leuchtender Pracht und zu den Kerzenbögen sind zylindrische, abstrakte Leuchtbäume gekommen. In orange.

Der Hausverwalter erzählt jedem Mieter was anderes.
Uns wurde gesagt, dass in diesem Jahr das Treppenhaus hergerichtet wird.
Der Nachbarin hat er versprochen, dass die Balkone saniert werden.
Ein anderer hat gehört, dass die Außenanlage verschönert werden soll.....
Die werden das sicher nicht alles dieses Jahr machen.

Das Treppenhaus können die gern so lassen.
Wenn wir hier wieder ausziehen, dann sieht es hinterher bestimmt so aus wie vor der Renovierung.
Die Außenanlage ist mir sowas von schnurz.
Interessant wäre eine Sanierung der Balkone. Unser hat ja das Loch.
Und das wird nicht kleiner.....


Richtig nett ist zur Zeit die Aussicht in den hinteren Gartenteil hier.
Die Vögel sind mit Nestbau beschäftigt, fliegen emsig herum und sammeln und basteln was das Zeug hält. Es stehen sehr große Bäume in diesem Garten. Wenn sie belaubt sind, dann können
die Büroleute von gegenüber nicht mehr in unser Schlafzimmer schauen.
Ja, es gibt immer etwas auf und über das ich mich freuen kann.


Habt ein schönes Wochenende,
vany

Samstag, 20. September 2014

Er war so widerlich

der alte Methusalem (der greise Makler).
Wie er da saß.
Feist grinsend, beinahe lief ihm ein Sabberfaden von der Hängelippe,
die die gelben Zähne entblößte.
Der braucht dieses Jahr nicht mehr zu arbeiten.
Vor unserer Beurkundung war noch eine mit ihm, bei der er sicherlich noch mehr abzocken konnte.

Sein Glück war ihm so abartig anzusehen, dass ich mich gar nicht konzentrieren konnte.

Es war traumatisch.
Ehrlich, ich habe von dem Ekelzwerg geträumt.....

Ich will das ganz schnell vergessen.

Denn jetzt haben wir das Stück Hütchenburg.
Methusalem hat es immer noch nicht aus dem Netz genommen.
Selbst Schuld, wenn er weiter bepöbelt wird.
Geschieht ihm Recht.
Wahrscheinlich weiß der alte Knacker gar nicht, wie er es aus dem Netz wieder rauskriegt.

Irgendwann werde ich den auf dem Wochenmarkt treffen und dann werde ich ihm sagen, dass ich nur nett zu ihm war, weil ich das Grundstück haben wollte.

.....

Nun geht die Suche weiter.
Für das Übergangshütchenheim.
Irgendwo müssen wir ja noch unterkommen, wie einige von Euch ganz richtig festgestellt haben.
Wir haben noch eine Miniwohnung in Blindheim.
Aber die bewohnen meine Schwiegereltern, wenn sie von ihrer warmen, sonnigen Insel in den kalten Norden reisen.
Die finden das bestimmt nicht witzig.
Außerdem hat die nur zwei Zimmer und Fröhlich nimmt es uns sicherlich übel, wenn er ein Feldbett auf dem Balkon bekommt.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Wohnung weit weg von der Baustelle wäre.
Das geht nicht.
Ich muss den Leuten tagtäglich für mehrere Stunden auf den Geist gehen.
Morgens und nachmittags.
Die Erfahrung lehrt, dass man die nicht allein lassen darf.

Bisher hatten wir nur Kleinkram zu machen.
Aber da haben die mich schon geärgert.

Als wir hier einzogen war es voll hip, gelbe Wände zu haben.
Also habe ich in einem Nebensatz erwähnt, dass die Wände einen Gelbton bekommen sollen.
Als ich am nächsten Tag ins Haus kam, traf mich fast der Schlag.

NEONGELB - ALLE Wände!

Und dann auch noch so schlecht tapeziert, dass die alles wieder runterreissen mussten.
Ich bin hier wie Rumpelstilzchen im Kreis gesprungen.
Insgesamt mussten sie die Raufasertapete im Schlafzimmer dreimal aufbringen.
Danach haben die Herren nichts mehr gemacht ohne mich vorher um Erlaubnis zu bitten.
Beim nächsten Haus sollte ich für solche Angelegenheiten einen vernünftigen Mittelweg finden...

Toll war auch der Typ, der unsere Terrassentreppe in den Garten neu gemacht hat.
Die hatte Frostschäden und musste komplett eingerissen und neu aufgebaut werden.

Ich komme mittags mit meiner Mutter nach Hause und er steht stolz vor seinem Werk.
Meine Mutter fängt an zu lachen.
Ich verfalle in Schnappatmung.
Statt wie vorher acht Stufen hatte die Treppe nur noch sechs.
Das wäre ja nicht soooo schlimm gewesen, aber die oberste Stufe war mindestens dreimal so hoch wie die anderen.

"Nun muss meine Tochter immer im Spagat auf die Terrasse", johlt meine Mutter ausgelassen.

"Wieso?", fragt der Trottel.

"Vielleicht weil Ihnen da ein Missgeschick mit der obersten Stufe passiert ist?", frage ich um Fassung bemüht. "Da waren acht Stufen. Warum sind es nur noch sechs?", bohre ich weiter.

"Das waren niemals acht Stufen. Die Treppe ist genauso wie früher!", antwortet er wütend.

"Nein."

"Das beweisen Sie mir mal!", motzt er mich an.

"Wie bitte?", japst meine Mama lachend.

"Ich habe Fotos " , sage ich drohend.

"Zeigen Sie die doch mal", erwidert er frech grinsend.

Ich hatte wirklich welche.
Und dann stand er da und kratzte sich am Kopf, um Minuten später seinen Chef anzurufen und zu fragen, was er denn nun machen soll.
Der Chef kam, um sich den Schaden anzuschauen und wollte mir allen Ernstes die Treppe als gelungen verkaufen.
Meine Mutter kriegte sich überhaupt nicht mehr ein.
Die lacht noch heute, wenn das Wort Treppe fällt.
Wahrscheinlich weil sie sich immer vorstellt, wie ich die oberste Stufe zu erklimmen versuche....

Letztendlich hat der Chef eine andere Firma beauftragt, die die Treppe fachgerecht wieder herstellte.

Wie gesagt, bisher nur Kleinkram.
Aber ein ganzes Haus wird wohl einiges mehr an Nerven kosten und meine Mama hat noch mehr zu lachen.

Habt einen schönen Tag,
vany